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Ich liebe Football, als College Football Fan (Oklahoma Sooners), as ehemaliger Spieler und als Coach! Doch Football und Cowboy, passt das
überhaupt zusammen? Nun, viele Cowboys in den USA lieben Football. Fakt ist, einige der heutigen Rodeo-Stars spielten Football in der High
School. Aber auch aktuelle NFL-Spieler haben Cowboy-Wurzeln. Und manche NFL-Spieler tragen gerne in der Öffentlichkeit Cowboy-Hüte um
sich zum Lifestyle zu bekennen, dazu gehören u.a. Peyton Manning, JJ Watt, Von Miller, Jared Allen und Vince Wilfork. Und es gibt einige
Coaches, besonders in Cowboy-Staaten wieTexas - die an der Sideline Cowboy-Hüte tragen - besonders im High School Bereich! Denn der
Cowboy-Way ist dort in der Kultur verwurzelt und gehört einfach dazu... Und auch ich bleibe dem Cowboy Way als Coach treu, selbst hier in
Deutschland..


High School Football
Professionell organisierter Football beginnt üblicherweise in der High School (und dem Nachwuchssystem der Schule).  Dort lernen junge
Amerikaner die Basics des Sports und erhalten Footballverständnis.  High School Football Teams spielen in Ligen auf Bundesstaaten-Ebene
gegen andere High Schools. Die Bedeutung und den Stellenwert von High School Football ist aber schwer zu beschreiben, man muss es selber
erleben denke ich. Denn in Deutschland gibt es nichts, was nur annähernd vergleichbar ist! In den USA gilt die High School oftmals als Herz
des Ortes (besonders in kleinen und mittelgrossen Städten) und das Footballteam ist die Hauptattraktion.  Das Schulteam representiert daher
nicht nur die Schule sondern der ganze Ort identifiziert sich damit! Ortseingangsschilder, Wassertürme und Geschäfte zeigen stolz die Logos
der Teams! Die Spiele bedeuten viel, Geschäfte schliessen am Freitag abend für das Spiel und das Schulstadion ist der wichtigste Punkt des
Ortes! Die Spiele werden üblicherweise auch lokal im Radio und sogar im Fernsehen übertragen! Die Spieler im Alter von 14-18 sind lokale
Stars, doch nicht nur die Spieler sind involviert: Viele Schüler un- terstützen das Team,  sei es als  Cheerleader,  Rally Girl,  Team Manager
(Assistenten der  Coaches) oder in der Schulband (ähnlich wie ein deutscher Trommlercorps, aber cooler). Der Gesamte Ort kommt Freitags
abends zusammen  und das bringt jede Menge School Spirit sowie Community / Orts-Spirit!  In den USA ist normalerweise das High School
Football Team und der Ort eins!  Es macht die Schulzeit zu einer besonderen Zeit im Leben von Amerikanern.

Doch (High School) Football ist weit mehr als nur ein Sport und Amerikaner wissen: Durch Football werden Spieler auf das Leben vorbereitet.
Football wird durch Disziplin definiert und dadurch entstehen Durchhaltevermögen, Team-Liebe und Teamgeist. Durch Football lernt man,
nicht aufzugeben und fördert körperliche und mentale Härte. Schüler werden durch Football bessere Menschen und es ist auch erwiesen:
Football Spieler werden in der Regel auch zu besseren Schülern!
College Football
College Football ist in den USA mindestens genaus so populär wie die Profiliga NFL, in vielen Regionen sogar ganz klar beliebter. Während
es bei der NFL um Kommerz/ Profit geht, steckt das Herzblut des Footballs auf lokaler Ebene im High School Football und auf nationaler
Ebene im College Football - schliesslich representieren die College Teams nicht nur die Uni sondern oftmals den ganzen Staat! Da viele
Europäer die amerikanische Sportkultur nicht kennen, ist es oftmals unverständlich, dass College Football so einen Stellenwert hat. Und
vollkommen perplex ist man, wenn man erfährt, dass die größten Stadien nicht Profi-Stadien sind sondern College Stadien (alleine 7 College
Stadien haben mehr als 100.000 Sitzplätze, kein NFL Stadion ist auch nur annähernd so gross). den Rummel und Hype um College Football
in den USA kann man mit der Fussball-WM in Europe vergleichen: Fans schmücken ihre Häuser, Autos etc und jeden Samstag in der Saison
gibt es unzählige öffentliche und private TV-Parties, denn die Spiele werden auf den nationalen Hauptsendern den ganzen Tag über
übertragen (die erste Spiele-Welle beginnt jeden Samstag um 11.00/12.00 Uhr, die zweite Welle um 14.30/15.30 Uhr, gefolgt von den
Abendspielen. Aufgrund der unterschiedlichen Zeitzonen innerhalb der USA kann man schon früh morgens und bis spät in die Nacht College
Football schauen, etwa 25 Spiele werden jeden Samstag live USA-weit von den grossen Sendern übertragen). Der Unterschied zur
Fussball-WM ist, dass die WM alle 4 Jahre für 4 Wochen stattfindet, während der "Ausnahmezustand" für College Football jedes Jahr von
September bis Januar dauert!
National Football League
Die NFL ist die Football-Profi-Liga der USA. Aus dieser kann man nicht absteigen. Stattdessen steigen in den USA Spieler auf, wie ja oben
bereits erwähnt. Somit ist der sportlich höchstklassige Football die NFL, wenn auch popularitätsmäßig College Football teilweise grösser ist.
Was aber schonmal passiert ist, dass Teams umziehen in eine andere Stadt - zum Beispiel wenn ein Markt nicht mehr rentabel ist, oder das
Team an einen neuen Eigentümer verkauft wird.  Das grösste Football-Spiel des Jahres ist der Superbowl denn bei der NFL geht es ja um
Kommerz, während College Football ja eher das Herzblut ist...
High School Football
High School Football
College Football
College Football
Football in den USA
Meine Freunde und ich treffen uns jeden Samstag um während der  College Football  Saison um dieSpiele unserer Teams LIVE im TV zu
verfolgen – natürlich wie in den USA üblich mit jede Menge „Finger Food“ und American Drinks! Hier ein paar Bilder:
Geführt wird das Team vom Head Coach. Dieser ist üblicherweise ein Lehrer, Administrator oder (in Texas) hauptberuflicher Football-Coach!
Unterstützt wird der Head Coach von seinen Assistant Coaches sowie von Schülern, die unter den Coaches als Team Manager (diese  
kümmern sich beispielsweise um das Waschen der Uniformen) arbeiten. Um die notwenidige Disziplin zu erzeugen (warum militärische Disziplin
notwendig ist und welche Tugenden diese hervorruft habe ich ja bereits eingangs kurz erklärt) wird dem Head Coach üblicherweise die
notwendige Autorität von der Administration gegeben die er braucht, um das Team nach seiner Vorstellung zu führen.  Er wird zum alleinigen
Teamchef gemacht und führt das Team nach seinen Regeln und Philosophien. Und obwohl der Head Coach eine Art Diktator ist, für seine
Spieler wird er oft ein Vorbild, Vaterfigur, Lehrer und sogar ein wenig Freund.  Beim Football haben die Coaches eine grosse Verantwortung
verglichen mit anderen Sportarten, denn auch während der Spiele sind sie hoch involviert: Sie müssen die Gegnertaktik erkennen, schnell
Entscheidungen treffen und jeden Spielzug ansagen. High School Football fordert viel von Spielern und Coaches.  Niemand wird zum
Footballspielen gezwungen, doch für die Schüler, die ins Team aufgenommen werden (Football ist ein Privileg und kein Recht - lt US Supreme
Court) wird Football zu einer Priorität, und dominiert ihr Leben während der Saison (manchmal sogar mehrfach am Tag - Training vor der
Schule, nach der Schule und während der "Athletic Period", sogar samstags und sonntags ist möglich. Verpflichtung ist notwendig und
Trainings- und Teamevents sind Pflichtveranstaltungen. Footballspieler werden gezwungen, auf einige Freiheiten zu verzichten und
untersetzten sich der Philosophie und "Willkür" des Head Coach.

Das Fundament von Football ist Disziplin. Dadurch entsteht das für Football benötigte Umfeld. Und wenn Spieler dies verstehen und leben,
dann disziplinieren sie sich sogar selbst und lieben Ihre Mitspieler und Coaches trotz der diktatorischen Härte. Denn durch Disziplin entstehen
die für Football notwendigen Tugenden: Verpfllichtung, körperliche und mentale Härte, Durchhaltevermögen, Willenskraft sowie Teamgeist
und Liebe! Um dies zu erreichen muss es diktatorische Hirachien mit dem Head Coach als oberste Authorität und Trainingszwang nach strikten
Regeln geben.In den USA gibt es nicht umsonst den Spruch: Football ist keine Demokratie, es ist eine Diktatur!" Denn der Head Coach muss
in der Lage sein, das Team als alleiniger Teamchef nach seinen Philisophien und Werten aufzubauen und zu  führen, denn er ist das Gesicht
des Teams. Coaches müssen Spieler eliminieren, die nicht das geben können was Football fordert. Klingt hart ist aber wichtig zum Schutz des
Teams, denn ein Team ist nur so gut wie das schwächste Mitglied. Jeder, der mitziehen will wird auch unterstützt. Doch wer nicht alles geben
will, für den ist Football der falsche Sport! Doch Football ist es Wert und die Belohnung in den USA ist gross und Footballspieler zehren von
Ihren High School Football-Tagen für den Rest Ihres Lebens!
Oftmals werde ich von Leuten über Football in Deutschland gefragt, sei es von Amerikanern die wissen möchten ob und in welcher Form es
ihren Sport auch hier gibt oder von Eltern und Coaches in Deutschland die mehr über meine Coaching- Vorgehensweise und  Philosophie
wissen wollen.  Daher möchte ich an dieser Stelle über meine  Erfahrungen als Jugend-Football Head Coach (also dem Gegenstück zum High
School Football Coach in den USA) in Deutschland berichten, auch wenn dies etwas ausführlicher sein muss, denn hier möchte ich meine
persönliche Geschichte erzählen, chronologisch vom anfänglichen Schock über das hiesige Football-System bis hin zur Findung eines
geeigneten Vereins für mein amerikanisches System und dem daraus resultierenden Erfolg als Coach einer deutschen U16 (Jungs von13-16).
Sekunden. zwischen den  Spielzugen liegen dürfen. Innerhalb von Sekunden müssen die Coaches die Taktik des Gegners durchschauen
und den nächstenSpielzug an das  Team  weitergeben während das gegnerische Team ebenfalls versucht, die  Taktik  zu erkennen.

Football ist  wie  ein  taktisches,  militärisches  Strategie-Spiel mit  sportlichem Charakter. Die Coaches sind die Offiziere, die die  Befehle  an
die Spieler geben. Die  Spieler sind die  ausführende  Kraft...  So wird es in USA oft  erklärt.  Der Head Coach kümmert sich nicht nur um den
eigentlichen Sport auf dem Rasen sondern er muss seine Spieler nach seinen Vorstellungen formen und ihnen die richtige Einstellung durch
ein passendes Mix aus Teamgeist, Liebe und Dis- ziplin beibringen! Entsprechend umfangreich und detailliert müssen auch die
Trainingseinheiten geplant und durchgeführt we rden. Ich könnte noch so viel mehr schreiben aber das würde den  Rahmen hier sprengen.  
Es ist  einfach  ein  Hammer-Sport!
Allen Widrigkeiten zum Trotz
Nachdem ich also 2013 den Coaching-Job als Head Coach angenommen hatte merkte ich schnell, dass ich eigentlich gar kein Head Coach
war ! Obwohl ich den Titel "Head Coach" trug war ich - dank der  Vereinsstrukturen - weit von einem richtigen Football-Head-Coach entfernt!
Denn um das Fundament von Football und die Gegebenheiten von Football aufbauen und halten zu können ist es notwendig, das der Head
Coach / Teamchef auch die oberste Autorität ist. Klingt ja logisch, denn wie kann man militärische Disziplin aufbauen wenn es gleich mehrere
Leute gibt die im Endeffekt das Sagen haben oder der Head Coach garnicht der Teamchef ist?!?  Man ist schwach, angreifbar und
Widersprüche sind - beabsichtigt oder meist unbeabsichtigt - an der Tagesordnung. Dies erlebte ich immer und immer wieder. Ein Team ist
nur so stark wie die Führung des Teams! Und schon garnicht funktioniert es, wenn es eine höhere Autorität gibt als den Head Coach. Man
stelle sich vor, dass in vielen Vereinen der Jugendwart der direkte Vorgesetzte des Head Coach ist und als Hauptansprechpartner für die
Eltern (und sogar Spieler) gilt! Und dieser direkte Chef des Head Coach wird oftmals von den Eltern bzw sogar den Kids selber gewählt!!!
Dieser hat die organisatorische Verantwortung für das Team und ist dem Head Coach gleichgestellt oder höher. Ein Head Coach ist so nur ein
Übungsleiter! So ist absolute Disziplin logischerweise keinesfalls möglich, dies musste ich am eigenen Leib spüren. Wie kann ein Head Coach
pubertierende Jugendliche führen wenn diese Jugendliche genau wissen, dass der Headcoach nicht die höchste Autorität ist? Wie kann ein
Head Coach pubertierende Jugendliche führen wenn diese Jugendlichen wissen, dass sie keine Übung mitmachen müssen (denn dies ist vom
Landessportbund so vorgegeben - Regel Nummer 1) und das sie selber entscheiden  was sie wollen und ihr Wille immer über den
Bedürfnissen des Teams steht (Selbstverwirklichung darf nicht beeinträchtigt werden - Regel Nummer 2)! Von der im Football notwendigen
Verpflichtung erst garnicht zu reden, vor allem wenn Spieler an Ihre Grenzen gehen sollen! In den USA lernt man, das Team vor seine eigenen
Bedürfnisse zu stellen, man lernt an seine Grenzen zu gehen, man lernt Disziplin, Durchhaltevermögen und Willenskraft! Man lernt, mit der
vorgegebenen Situation umzugehen! Hierzulande lernt man aber genau das Gegenteil!!

Gleich zu Beginn meiner Tätiglkeit als Coach in 2013 wurde mir vom Team Manager und klar gemacht, dass ich doch nicht der Teamchef bin,
sondern das er und ich das Team unter direkter Kontrolle des Jugendwartes führen . Der Team Manager bestimmte all organisatorischen
Dinge und ich als "Head Coach" hatte nur auf dem Rasen selber das Sagen. Naja, auchnicht wirklich, denn es galten ja die vorher
aufgeführten Regeln bezüglich Trainingsbeteiligung und Übungsteilnahme...Mehrfach versuchte ich mit dem Team Manager und Jugendwart
zu reden, doch die beiden wussten mit meinen Einwänden nichts anzufangen. Für sie war ein Head Coach lediglich ein Übungsleiter, nicht
aber der alleinige Teamchef.

Immer und immer wieder wurde ich vom Jugendwart und Team Manager gebremst und mir wurde vorgeschrieben, was ich tuen durfte und was
ich zu unterlassen habe, denn der Jugendwart war der Teamchef, nicht ich als Head Coach! Ich war von der Mentalität der beiden wie vor den
Kopf gestossen und konnte nicht fassen, was hier abging. Ich war doch schliesslich als Head Coach eines Footballteams angestellt worden..
doch davon war ich weit, weit entfernt... Ich konnte die Trainingszeiten (selbst innerhalb der für mein Team festgelegten Parameter) nicht
bestimmen obwohl es ja das Feld meines Teams war, das machte der Team-Manager. Obes zu kalt für die Spieler draussen war und ob ich
deshalb in die Halle gehen musste und nicht draussen trainieren durfte entschied der Jugendwart, nicht ich als "Head Coach". Ich durfte nicht
mal den locker room betreten (dort findet bei richtigem Football aber nunmal ein grosser Teil des Bonding und der Arbeit des Head Coach
normalerweise statt doch ich durfte noch nicht einmal da hinein - nur der Team Manager durfte diesen betreten!!! Trainingsbeginn und
Ansagen wurden vom Team-Manager durchgeführt und ich musste wie ein Assistant daneben stehen bis er das Team an mich übergab! Und
so gut wie nie war ich und der Coachingstaff mit den Spielern alleine. Der Jugendwart und Team-Manager waren fast immer dabei und
beobachteten alles. Ich hatte so gut wie keinen Elternkontakt da der Teeammanager dies machte und der Jugendwart der höchste
Ansprechpartner für die Eltern war. Es war unerwünscht, dass ich bei den Elternversammlungen dabei war.  Selbst "meine" Assistant Coaches
waren nicht unter mir sondern unter dem Jugendwart. Bei Meetings wurden alle Coaches als gleichberechtigt unter dem Jugendwart
angesehen und alle konnten beim Jugendwart vorschläge machen... Und im Winter übernahm sogar der Jugendwart zusammen mit dem U19
Coach die Trainingsleitung. Und die Spieler wussten natürlich: Wenn mir etwas nicht passt gehe ich zu Mama und Mama geht zum Jugendwart
und schon bekomme ich meinen Wilen...schliesslich zahlen die Spieler bzw Eltern ja einen Mitgliedsbeitrag und der Jugendwart arbeitet ja für
bzw im Auftrag der Mitglieder!!! Kurz gesagt, vom alleinigenTeamchef war ich weit entfernt...und Regeln zu erstellen, die für richtigen Football
benötigt werden war mir untersagt!

Im Gegensatz dazu beschreibt Wikipedia den Head Coach eines (High School) Football Teams als "höchste Autorität für alle Belange seines
Teams. Daher sind Head Coach Verträge in den USA auch gewöhnlich so oder ähnlich formuliert und er hat i.d.R. die volle Unterstützung der
Administration, sonst funktioniert es nicht. Das ist für Football eigentlich selbstverständlich und ich war schockiert und konnte nicht begreifen,
was stattdessen dort abging, es war doch ein Football-Verein!?!Wie kann es sein, dass ein Football-Verein die Grundlagen des Sports nicht
kennt??? Ich konnte nicht verstehen wie lächerlich alles war!

Somit war ich dort kein Head Coach sondern hatte vielleicht eher den Stellenwert eines Offensive / Defensive Coordinators, wenn überhaupt...

Zu diesem Zeitpunkt kannte ich das deutsche Sportsystem ja noch nicht, merkte aber schnell, dass alle umliegenden Vereine ebenfalls
Jugendwarte und Teammanager einsetzten und ähnliche Denkweisen und Vorgehensweisen hatten. Mit der Zeit stellte ich fest, das das
deutsche Sportsystem und die Verbände und Vorgaben schuld waren, Das habe ich aber ja bereits ausführlich beschrieben...

Ich konnte aufgrund der Vereins-Hirarchie und Denkweise keine Disziplin und Liebe aufbauen! Selbst das normale Coaching litt darunter da
ich ständig unzufrieden war und mich immer beobachtet fühlte. So war ich nicht nur ein schlechter Führer aufgrund des Systems sondern auch
nur ein mittelmäßiger Coach. Ich musste erkennen, das Jugendfootball hier nicht wirklich Football ist (wie ja weiter oben bereits ausführlich
erklärt). Der ganze Ärger und Frust ging auch nicht an meiner Gesunheit vorbei und hat Spuren hinterlassen. Also verlies ich nach etwa einem
Jahr der Unzufriedeheit den Verein in beidseitigem Einvernehmen wie man so schon sagt. Gegen Ende meiner Coaching-Zeit hatte ich durch
einen Bekannten den Kontakt zu einem anderen Verein in der Region hergestellt,  doch schon beim ersten Job-Interview wurde mir bewusst,
dass es dort das selbe Sy tem gab wie bei dem aktuellen Verein. Ich habe zwar – vorbereitet auf die Situation – versucht zu erklären warum
ich so überzeugt von meiner Philosophie bin doch doch man wollte garnicht verstehen was ich zu sagen hatte. Die Erkenntnis hat mich doch
sehr mitgenommen und ich begann so langsam zu verstehen, das grundsätzlich alle Vereine so handelten. Warum dies so ist wusste ich zu
diesem Zeitpunkt aber noch nicht so ganz. Ich liebte den Sport und war sehr enttäuscht, dass was hier als Football angeboten wird nicht
wirklich Football ist! Mir taten auch die deutschen Jugendlichen leid, die denken sie spielen Football. Doch in Wirklichkeit verwehrt ihnen das
deutsche System und die deutschen Vereine diese tolle Erfahrung!

Nachdem ich Ende 2013 enttäuscht mit dem Coaching aufgehört hatte ging ich zurück nach Oklahoma um ein wenig "Kraft zu tanken".
Während meiner Zeit in den USA war ich Teil eines High School Teams und als ich in 2014 zurück nach Deutschland kam war mein Wunsch,
wieder zu coachen ganz gross. Obwohl ich kaum Hoffnung hatte wollte ich einen letzten Versuch starten.  Im  Internet  fand ich dann doch
noch einen kleinen und eher unbekannten  Verein in Düsseldorf, die Bulldozer. Das Timing war perfekt denn dort waren gleich ein paar
Sachen vorgefallen die es wohl für micheinfacher machten, mich ins „rechte Licht“ zu rücken. Als ich dann das erste Gespräch führte hatte ich
das Gefühl, dass was ich erzählte zumindest teilweise verstanden wurde und auf offene Ohren sties. Jedenfalls kam es zu einem zweiten
Gespräch mit einer höheren Instanz und dort bot man mir dann auch den Job des Jugend-Head Coaches an. Da es kein U15/U16 Jugendteam
gab musste ich den Aufbau mehr oder weniger bei Null anfangen...und ich wusste auch, dass ich nicht lange coachen würde, denn nach etwa
3-4 Jahren macht das Wahlrecht richtigen Football zunichte. Und das auch nur, wenn es keine U19 gibt!
Meine U.S. High School Philiosophie in Deutschland
Ich glaube, so ganz verstanden hatte der Verein mich zu Beginn noch nicht und sie wussten auch noch nicht, was auf sie zukam - doch zu
meinem Erstaunen wurden alle meine Bedingungen (amerik. High School System soweit möglich, keine deutschen Vereins-Hirarchien, keine
Einmischung des Vorstands, sogar die Standard-Konzepte und Regelungen wurden geändert um meine High School Philosophie durchführen
zu können usw)  erfüllt und ich wurde per Vereinbarung zum alleinigen Teamchef gemacht. Und niemand ausser ich und meine Coaches
hatten Kontakt zu meinen Kids. Doch wie war das überhaupt möglich? Nun, zu Beginn wusste ich garnicht, dass meine Philosophien gegen die
Grundsätze der Sportverbände und auch Sozialgesetzte war. Ich dachte es wäre lediglich gegen die deutsche Sportkultur und typischen
Vereinsstrukturen - und das wäre ja schon schwer genug - doch mit der Zeit erkannten wir mehr und mehr. Doch ich entwickelte zusammen mit
den Bulldozern eigene Interpretationen der Gesetzte und Regelungen. Der Anwalt der Bulldozer ermutigte uns auch dabei und ich hatte immer
die volle Rückendeckung des Vereins: "Dann soll man uns halt verklagen...dann sollen die Richter entscheiden! Wir geben nicht klein bei"
lautete die Devise - und dafür war ich sehr dankbar! In 2016 gab es durch den Verband neue Regelungen die richtigen Football endgültig
unmöglich machten und mir blieb nichts anderes übrig als meinen Rücktritt anzudrohen! Doch selbst dann standen die Bulldozer hinter mir. Mit
Hilfe des Anwalts verhandelte der Verein mit dem Verband und es wurde uns erlaubt, diese neuen Regelungen meinen Bedürfnissen
anzupassen. Vermutlich war der Verband sich selber nicht bewusst wie es rechtlich aussah und wollte keinen Rechtsstreit mit uns.  Ich schrieb
die Regeln beinahe komplett um und der Verband bestätigte uns, dass wir der einzige Verein waren, die dagegen angeganen waren. Jeder
andere Verein hat die Regeln angenommen und unterzeichnet. Zurückblickend ist es unglaublich, dass der Verein für mich so aus dem
Fenster gelehnt hat! Das gibt es wohl nicht zweimal und werde ich nie wieder erleben!!!

Sicherlich, nicht alles war wie in den USA: So hatte ich nicht meinen eigenen Sportplatz sondern musste diesen mit dem anderen Team der
Bulldozer und mit Fussballteams teilen aber gut, war halt nicht anders möglich. Aber selbst beim Thema Trainings- zeiten wurden meine
Wünsche erfüllt und der Trainingsplan geändert so dass ich die Zeiten selber bestimmen konnte. Wir trainierten 3 x in der Woche für 2 1/2
Stunden sowie Samstags in unregelmässigen Abständen, etwa 1-2 mal im Monat je nach Notwendigkeit. Auch ist natürlich der Stellenwert von
Football in den USA ein anderer als hier. Dort sind die High School Football-Spieler im Ort angesehen und geniessen Vorteile die es hier nicht
gibt was natürlich auch ein paar ernste Nachteile mit sich bringt weil es schwerer ist, Kids an das Team zu binden.

Das Team war meine Abteilung- Ich war der alleinige Teamchef  und niemand mischte sich ein - diese Vereinbarung hatte ich mit dem
Vorstand! Die Spieler und Eltern kannten den Vorstand garnicht denn mein Team wurde vom restlichen Verein abgeschottet - wie es sein
musste... Nun war ich also tatsächlich Head Coach eines Football- Teams und ich war gespannt was ich alles erreichen konnte. Ich gab mir
aber selbst das versprechen, dass ich in dem Moment wo man mich nicht mehr lässt und ich mich nicht mehr wie ein Head Coach fühle
aufhöre! Dies schulde ich meiner Gesundheit denn ich werde den ganzen Ärger nicht nochmal durchmachen! Auch wusste ich, dass ich nur
ein paar Jahre als Head Coach hatte (warum habe ich ja bereits weiter oben erklärt).

Und ich wusste, dass es schwer würde, interessierte Jugendliche zu finden, schliesslich musste ich ja fast bei null anfangen.
Und dies nicht nur wegen der  Einstellung  zum  Sport hier son- dern hauptsächlich auch weil es in und um Düsseldorf  5  Football-Vereine
gab! Und von denen waren die Bulldozer auch noch die unbekanntesten...

Das erste Training fand im Januar 2015 statt und für die handvoll Jungs, die sich früh am Samstag morgen am Platz einfanden war es ein
Kultur-Schock! Denn mein Plan stand fest: Wie in den USA wollte ich zuerst ein hohes Mass an Disziplin aufbauen, was deutsche Jugendliche
so garnicht kannten. Ich hatte mir vorgenommen, nicht locker zu lassen. Training und Übungen waren Pflicht! Ausnahmen waren nur mit
meiner Genehmigung möglich).Ebenso war hohe Disziplin Pflicht. Und schlechte Wörter im Sprachgebrauch waren verboten, das Training war
clean und die Kids redeten mich mit "Coach" an und Fragen wurden mit "Yes Sir" oder "No Sir" beantwortet! Und wo in Deutschland sagen
Jugendlich schon "Yes Sir" zu einem! Für alle, die sich mit der US Kultur nicht auskennen:  Die Anrede "Sir" ist in den USA ganz
normal,besonders im Süden und mittleren Westen wird jeder ältere Mensch mit "Sir" oder "Ma`am" angesprochen. Oftmals sagen Kinder dies
sogar zu ihren Eltern wenn die Situation es verlangt!  So ist der nötige Respekt schonmal impliziert. Und nur weil man nicht "Du" sagt wie es im
deutschen Jugendfootball üblich (aber falsch) ist heisst es ja nicht, dass man sich nicht lieben kann! Und wenn man den Kids erklärt warum
absolute Disziplin und Liebe so wichtig ist dann kann es auch hier funktionieren!!! Zumindest bei Kids wie den Sport verstanden haben und es
auch wirklich wollen... das groessere Problem sind oft die Eltern, die unsere Regeln und Disziplin nicht akzeptieren wollen. Denn diese müssen
dies halt auch mitmachen...Leider haben wir aber immer wieder Spieler verloren (oder garnicht erst bekommen) weil die Eltern für ihren Sohn
halt nur ein wenig Sport nebenbei als kleines Hobby wollten, ohne Verpflichtungen und Priorität. Diese Mentalität machte es oft nicht einfach
und brachte mir sehr viel persönlichen Ärger und Stress ein. Dennoch liess ich nicht locker, und das danken mir bis heute die Spieler, die
richtig stolz waren und richtigen Football spielen wollten!
Trainingsbesprechung
Warum Football, warum coachen?
Schon seit jungen Jahren ist Sport ein grosser Teil meines Lebens. Nachdem ich  als  
Kind und Teen- ager  verschiedene andere Sport- Sarten versuchte, entdeckte ich
Football und verliebte mich sofort in diesen einzigartigen Sport! Warum Football? Nun,
Football verlangt sehr viel, von Spielern als auch Coaches: Für Spieler ist Football ein
harter Sport - körperlich und mental! Was es aber nicht ist, ist ein wirres durcheinan-
der. Was man stattdessen sieht ist durchgeplante Taktik.  Und das ist Aufgabe der  
Coaches.  Der  Head Coach  ist das „Mastermind“ eines Teams, er  baut  das Team
nach  seiner   Philosophie  auf. Er  ist nicht nur ein Übungsleiter, er  IST  das Team, es
ist sein "Unternehmen" und ist Teamchef für alle Belange. Der Head Coach erarbeitet die
Grund-Taktik durch Spielzüge.  Diese müssen dann durch die Spieler gelernt und
umgesetzt werden. Beim Football werden verschiedene Körpertypen benötigt, egal ob
klein, gross, dick oder dünn, es gibt viele Positionen zu füllen. Während  eines Spiels  
werden  die  Spielzüge  durch  spezielle  Codes von den Coaches  an  die Spieler
weitergegeben. So weiss jeder Spieler wo er sich aufzustellen hat und was er zu tuen
hat. Ein Football-Spiel ist also sehr stressig für Coaches da i.d.R.  nur  wenige

2016 - Wachstumsschmerzen...aber noch perfekt
Gegen Ende 2015 kamen noch weitere Coaches dazu so dass es so aussah als könnten wir 2016 mit 5 Coaches starten. Doch zum Ende
der Saison 2015 musste Coach Patrick leider aus beruflichen Gründen mit dem coachen aufhören, hoffte aber, in 2017 weiterzumachen.
Im Februar 2016 verloren wir Coaches weil er es arbeitstechnisch nicht mehr ging. Die Situation war also nicht optimal. Der Verband hatte
vor Saisonbeginn entschieden, aus der bisherigen U15 eine U16 zu machen. Dies bedeutete, dass der Jahrgang 2000 weiterhin beim
Team bleiben durfte. Gleichzeitig wurden aus den bisher 4 Jahrgängen der Teams (in der U15 durften in 2015 die Jahrgänge 2000-2003
spielen) nur noch 3 Jahrgänge gemacht. Dies bedeutete, dass der Jahrgang 2003 welcher in 2015 als jüngster Jahrgang fester Teil des
Teams war, nun nicht mehr zum Team gehören sollte. Wieder mal musste ich am Footballverständnis in Deutschland zweifeln. Denn der
Verband riss damit ein Team auseinander. Man hätte durchaus einfach als Übergang sehen können, denn dann wäre alles in Ordnung
gewesen! Für andere Vereine war dies nicht weiter schlimm, denn die 2003er konnten ja dann in die U13, wir hatten aber ja keine U13.
Doch selbst wenn wir eine gehabt hätten: Dies zeigt mal wieder, dass der Sport  hierzulande nicht verstanden wurde und warum dies von
allen garnicht als schlimm angesehen wurde: Keine Liebe und kein Team Spirit! Ich habe in meinem Team eine unglaubliche Liebe
zueinander aufgebaut – und selbst wenn die Bulldozer eine U13 gehabt hätte: Die 2003er hätten ja nach nur einem Jahr wieder aus
meinem Team raus gemusst und dies hätte ihnen so oder so dass Herz gebrochen. Da wir aber keine U13 hatten hätte ich diese Spieler
eigentlich „wegschicken müssen“. Dies brachte ich aber nicht über das Herz und die Kids wollten auch nirgendwo anders spielen da sie ihr
Team ja liebten! Sie wollten lieber ein Jahr nicht spielen als in einen anderen Verein zu gehen. Da wir zeitgleich aber Anfragen für die
Jahrgänge 2003 bis 2005 hatten und ich die Kids ja zu sehr liebte entschied ich mich dazu, eine U13 als Junior - Team nach dem
amerikanischen JV (Junior Varsity) Konzept  unter meiner Führung als Teil der U16  aufzubauen. Mein Coaching Staff war zwar extrem
dünn besetzt aber so konnten wir uns einen Grundstock für die Folgejahre aufbauen. Der Plan war, manche Übungen gemeinsam mit der
U16, manche aber auch teambezogen durchzuführen. Dies ging aber auch nur. weil die U13 nicht in der Liga spielen sollte und so auch
nicht als eigenständiges Team angesehen wurde. Die U13 sollte aber ein paar Spiele machen und auch bei einem Turnier mitspielen.

So begannen wir wie Saison 2016 mit 2 Teams, der U16 und der U13. Die U16 nannten wir – in Anlehnung an unser High School Football
Vorbild „Varsity Team“, die U13 „Junior Varsity“ oder kurz „JV“. Als uns im Frühjahr aber Coaches aus beruflichen Gründen bzw weil sie
wegzogen verliessen war der Plan U13 / U16 zunichte. Die U13 musste mehr oder weniger zusammen mit der U16 trainieren und wenn es
dann um Spielzüge ging, wurde die U13 kaum beachtet. Ich musste sogar während der U16-Liga einen Trainingstag streichen um mich
mehr auf die U16 zu konzentrieren! Denn die U16 war ja schliesslich für den Ligabetrieb gemeldet – und diese mussten wir „fit“ bekommen
- die U13 nicht. Es tat mir sehr weh, die U13 kids manchmal wie ein „fünftes Rad am Wagen“ behan-deln zu müssen doch leider hatte ich
keine andere Wahl! Denn wir waren ja eigentlich eine U16 welche am Liga-Betrieb teilnahm. Die U13 hatte ich ja schliesslich nur aus Liebe
gegründet und diese spielte ja nicht in der Liga! Leider fielen die Coaches mehr und mehr aus so dass ich oftmals ganz alleine beim
Training dastand - und das mit 2 Teams! Die letzen beiden U16 Saisonspiele war ich sogar ganz alleine. So konnte die U13 eigentlich nur
während der Trinkpausen der U16 zusammen trainieren!!!
Coaching Football in Germany
Training
Leider habe ich sehr, sehr schnell herausgegefunden, dass  Jugend-Football  (also das Gegenstück zum  amerikanischen  High School
Football) hier  etwas komplett anderes bedeutet als in den USA. Sicher, Football wird hier nicht in der Schule betrieben, aber das meine ich
nicht. Ich rede vom eigentlich Sport Football: Ich war äussert schockiert was hier als Football verkauft wurde!!! Denn das Fundament was
Football eigentlich ausmacht fehlte vollkommen! Mir wurde klar: Was hier gemacht wird ist kein wirklicher Football! Sicher. die Kids trugen
Shoulderpads und Helme, sie tackelten und erziehlten Touchdowns aber die Grundlagen, das Fundament von Football, fehlten vollkommen!
Genauso trug ich den Titel "Head Coach" doch dieser war ich nicht... Ich konnte nicht fassen, dass ein Football-Verein nicht wusste, warum es
beim Football eigentlich geht. Schnell merkte ich aber, dass nicht nur dieser Verein sondern die umliegenden Vereine nach dem gleichen
System arbeiten. Mehr und mehr musste ich erkennen, dass deutsche Vorgaben und Gesetzte sowie die deutsche Sportkultur richtigen
Football hier grundsätzlich unmöglich machen!!! Zu meinen Persönlichen Erfahrungen aber gleich mehr...
Kulturschock: Mein erster Coaching-Job in Deutschland
Das Fundament von Football
In den USA weis man, dass Disziplin die Grundlage von Football ist. Jeder Spieler dort – von „Bambinis“ über Middle School/Junior High und
High School wird bestätigen dass Disziplin und Football unzertrennlich zusammengehören und das Disziplin das erste ist, was eingetrichtert
wird! Keine Disziplin gleich kein Football! Denn es  gibt es beim Football viele verschiedene Positionen mit unterschiedlichen Aufgaben-
gebieten die separat trainiert werden müssen. Während eines Spieles müssen diese dann zusammengeführt werden was ohne Disziplin
nicht funktioniert. Und Disziplin sorgt für Durchhalteivermögen, Willenskraft, Härte, hohen Teamgeist und Liebe. Ohne Disziplin kann das
nötige Umfeld mit den notwendigen Tugenden nicht aufgebaut werden. Ausserdem: Football kann ein gefährlicher Sport sein und die
Coaches müssen sich zu jedem Zeitpunkt darauf verlassen können, dass ihr Wort die absolute Authorität bei den Spielern ist. Junge Spieler
lernen daher Disziplin zuerst. Und wenn diese die enorme Wichtigkeit verstehen disziplinieren sie sich sogar selber untereinander! Übrigens:
Disziplin heisst nicht unbedingt, dass die Coaches wild schreiend über den Platz laufen (auch wenn das manchmal angebracht wäre). Ich
beispielsweise schreie eher selten. Und nach Disziplin kommt Liebe und Team - Identität! Denn dieser wichtige Team-Spirit entsteht nicht
zuletzt auch durch Disziplin!

Hier fehlt in der Regel die  Grundlage für den Sport und es ist nicht wirklich Football was angeboten wird: Wie bereits gesagt: Die Spieler
hier tragen Pads, Helme, tacklen, erzielen Touchdowns usw. - aber das Fundament was Football ist fehlt und man wächst mit vollkommen
falschem Football-Veständnis auf. Kann man es dann noch Football nennen? Aus amerikanischer Sicht wird dies wohl jeder, der Football
aus den USA kennt verneinen...Denn seit Beginn des Sports gehören diese Dinge dazu! Sie definieren den Sport und dadurch entstehen
erst die für Football notwendigen Gegebenheiten! Die N.Y. Times (Amerikas grösste Tageszeitung) drückt es so aus „Disziplin gehört seit
den Anfängen genauso dazu wie blocken und tackeln“ (Bericht N.Y. Times Dave Anderson). Die Times sagt weiter:“Amos Alonzo Stagg und
Pop Warner predigten Disziplin. Genauso wie Knute Rockne und Vince Lombardi...“ Auch sehr interessant: Die U.S. Army verlangt von ihren
Offiziers-Anwärtern der West Point Academy, dass diese durch Football Disziplin lernen! Richtig gelesen: Die U.S. Army (welche ja für
Disziplin bekannt ist) lehrt Ihre Offiziere Disziplin durch Football!!! Das sagt wohl alles…In den Footnotes gibt es noch mehr Beispiele und
Videos zum Thema… Ich könnte noch tausende Beispiele aufführen, denn Football IST Disziplin!!! Das wird wohl jeder Football Coach in
den USA bestätigen! Ohne Disziplin kein Football!!!

Manchmal höre ich hier: "Wir haben doch Disziplin und Commitment", doch ich gehe so weit zu sagen, das man hierzulange oftmals garnicht
weiss, was Football-Disziplin überhaupt ist. Wer noch nie Teil eines amerikanischen High School- oder College Teams war für den ist dies
einfach sehr hart zu verstehen!  Ich werde es hier unten aber erklären:
Als ich langsam zu alt fürs Bull Riding wurde erhielt ich 2013 das Angebot, ein Jugendfootball-Team in Deutschland zu coachen. Es schien wie
gutes Timing obwoch lch eigentlich noch ein oder zwei Jahre Bullen reiten wollte. Doch es war die grosse Chance, einen Traum zumindest ein
wenig zu vewirklichen. Als ich also das Angebot erhielt zögerte ich nicht lange, denn ich hatte keine Ahung wie anders es doch war...  Ich nahm
also das  Angebot an,  habe aber nicht sofort mit  Rodeo aufgehört sondern meine Zeit beim  Rodeo  erstmal nur sehr zurückgeschraubt (nur
noch während Football-Pausen) bis ich dann in 2015 endgültig meinen Rücktritt vom Bull Riding machte. Zu diesem  Zeitpunkt wusste ich
nicht  sehr  viel  über deutschen Football und das deutsche Sportsystem und bin davon ausgegangen, dass Football auch Football ist...
Die deutschen Gegebenheiten machen hohe Disziplin und Team-Liebe und die daraus folgenden Tugenden, und somit richtigen Football
unmöglich, denn Grundsatz Nummer 1 ist: : Niemand wird zum Training oder einer Übung gezwungen! Grundsatz Nummer 2:
Selbstverwirklichung und persönliches Empfinden darf nicht beeinträchtigt werden. Und Regel Nummer 3: Mitbestimmung muss gewährleistet
werden! Denn die Grundsätze der deutschen Jugendarbeit im Sport sind Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Selbstempfinden! Doch diese
Grundsätze stehen im direkten Gegensatz zum Football! Denn Football bedeutet autöritäre Struktur und militärische Disziplin!Football wird
durch Disziplin definiert. Dazu ist z.B. Traininspflicht elementär, denn wie kann Disziplin herrschen, wenn Trainingsbeteiligung optional und
nicht verpflichtend ist?!? Oder wenn Spieler wissen, das sie Übungen nicht mitmachen müssen? Das ist unmöglich! Denn wie können die
notwendigen Tugenden wie Willenskraft, Durchhaltevermögen, Härte usw entstehen, wenn jeder Spieler kommen und gehen kann wenn er
will?!? Wenn ein Spieler keine Lust hat, oder er weiss, das das nächste Training hart wird oder er weiss, das ggf Strafen anstehen und er die
Möglichkeit hat, einfach nicht zu kommen so sind die Tugenden von Football unmöglich und die Definition von Football ist nicht mehr
gegeben!!! Doch da ist noch viel mehr: Footballspieler werden gezwungen, auf einige Freiheiten zu verzichten und untersetzten sich der
Philosophie und "Willkür" des Head Coach! Ein typischer Slogan in den USA ist: Meine Eltern stellen keine Regeln für mich auf, denn mein
Coach hat schon alle Regeln gemacht! Doch Football ist es Wert und die Belohnung in den USA gross! Footballspieler zehren von ihren
Footballtagen für den Rest ihres Lebens! Doch all dies ist aufgrund der folgenden deutschen Gegebenheiten grundsätzlich nicht möglich:
Vor U16-Ligabeginn waren erstmal 3 Freundschaftsspiele im Rahmen des U16 gameday (3 Saison-Vorbereitungssxrimmages) geplant da
unsere U16 Gegner ebenfalls U13 Teams hatten. Die U16 machte scrimmages und die U13 richtige Spiele. Und unser JV Team gewann alle
diese 3 Spiele souverän!!! Alle Spiele waren schon zur Halbzeit entschieden!!! Und dass, obwohl wir gerade mal 2 Ersatz-Spieler hatten! Mein
System funkionierte also selbst in der U13 die kaum Trainingszeit erhielt und extrem unterbesetzt war!! Aber auch die U16 gewann alle 3
Vorbereitungsspiele und ich rechnete mir eine ernste Chance auf den Liga-Gewinn aus. Ich wusste allerdings, dass es schwer würde da wir
zahlenmässig, körperlich und erfahrungstechnisch den anderen Teams haushoch unterlegen waren. Und zur Mitte der Saison verliessen uns
weitere Coaches aus verschiedenen Gründen (Arbeit, Krankheit...denn leider gibt es in dem System ja auch für Coaches keine
Verpflichtung...). So standen wir nur noch zu zweit da und die meiste Zeit war ich alleine mit 2 Teams da der verbleibende Coach auch oftmals
nicht konnte! Es sah also auch von dieser Seite nicht gut aus! Doch trotz aller Probleme waren wir aufgrund unserer amerkanischen
Team-Identität ein Hammer Team. Ich hatte noch nie ein Team mit so viel Disziplin und Liebe in Deutschland gesehen.
Zu Beginn 2017 verloren wir leider einige der erfahrenen Spieler. So hatten nur 40% unserer Starting-Offense-Spieler Erfahrung, in der
Starting Defense standen sogar nur 20 Prozent erfahrene Spieler auf dem Feld!!! Alle anderen Spieler waren neue Spieler!!! Und wie auch
im Jahr davor verloren wir wieder Coaches aufgrund Arbeit so dass ich zum 3-Tages-Camp im ärz wieder alleine da stand. Coach Patrick
und ein ehemaliger Spieler vom letzten Jahr sind mit in die Jugendherberge gefahren damit ich nicht alleine mit den Kids war...Kurzfristig
hatte ich dann zwei Coaches die auch vom Football-Verständnis gut waren, doch leider in Sachen Mentalität das typisch deutsche System
nicht ablegen konnten und im Endeffekt mehr kaputt machten als das sie halfen. So musste ich mich nach nur etwa 2 Monaten wieder von
den beiden trennen.
Durch viele "Theorie-Einheiten" erklärte ich den Kids auch anhand von Videos vom High School Football aus den USA was Football eigentlich
ist und worauf es ankommt.  Die Kids bekamen commitment und waren mit Herzblut dabei!
Nachdem ich also eine für Deutschland unglaubliche Disziplin und Regeln einigeführt hatte kam der Teamgeist und die Liebe! Und dadurch
ganz wie in den USA Willenskraft, Durchhaltevermögen usw. Die Kids wurden durch Football zu besseren Menschen der Gesellschaft. Ich
behaupte, dass ich noch nie ein Team ausserhalb der USA gesehen habe welches sich so sehr liebt wie unsere Jungs! Denn wir sprachen
auch viel über gegenseitige Liebe! Am Anfang war es sicherlich schwer, offen mit deutschen Jugendlichen über Liebe (nicht Teamgeist, das
ist wieder etwas anderes) zu reden, dass kannten sie garnicht. Doch die Jungs begriffen nicht nur warum es wichtig ist, sie gingen richtig darin
auf! Und immer wieder, besonders auch wenn neue Spieler dazukamen, erklärte ich was und wie wir es meinen. Und unsere Kungs waren
richtig stolz auf Ihr commitment und auf ihre Disziplin, Liebe usw. Sie wollten es garnicht anders denn sie hatten verstanden, worum es beim
Football ankommt! Auswahlmannschaften waren natürlich verboten, doch da meine Kids Football verstanden haben wollten sie dies eh nicht...

Und immer, wenn neue Spieler dazu kamen, machte ich Samstags vor und nach dem Training etwa 5 Stunden lang eine Schulung über
unsere Philosophien, Regeln, Liebe usw.  Jeder neue Spieler musste sich Videos vom High School Football und dem entsprechenden
Training ansehen. Wir erkläten unseren Team-Spirit und unsere Team-Liebe da dies ja vollkommen unbekannt war für deutsche Jugendliche.
Diese Meetings fanden regelmässig statt, ich nannte es "Freshman Orientation".

Aber auch mit dem gesamten Team trafen wir uns regelmässig um über Liebe usw zu reden und die Kids sprachen über privates. Denn wie
kann man sich ausserhalb der soziel-moralischen Art lieben, lieben, wenn man sich nicht kennt

Ein für mich auch wichtiger Teil war die persönliche Beziehung zu den Kids! Denn wie kann man ernsthaft von Liebe reden, ohne persönliche
Beziehung. Meine Herangehensweise umfasste also nicht nur den Sport selber und nicht nur die sozial-moralische Erziehung (die zu Disziplin,
Willenskraft, Durchhaltevermögen, Benehmen usw führte) sondern auch eine persönliche Beziehung. Ich denke, dieses Persönliche hat auch
einen Teil unseres sportlichen und moralischen Erfolges ausgemacht. Ich finde ich hatte eine enge persönliche Beziehung zu meinen
Spielern, zumindest zu denen, die Football verstanden haben und nicht nach kurzer Zeit das Team wegen der deutschen Sportmentalitaet
wieder verliessen). Dies bedeutete mir sehr viel. Und obwohl ich etwa 2 Zug- und Busstunden von den Jungs wegwohnte (Führerschein in
Deutschland ja erst ab 18) kamen sie öfters mit dem Zug / Bus zu mir nach Hause für BBQs oder zum College Football schauen. Mein
zuHause war immer für sie geöffnet! Und einige fingen auch an, meinen Cowboy way zu verstehen und zu mögen (selbstverständlich habe ich
nie versucht, die Kids auf diese weise zu beinflussen, jeder hat seine eigenen vorlieben... aber wenn die Kids interesse an country, cowboy,
bull riding usw zeigten habe ich es ihnen gerne gezeigt. So kamen die Kids auch zu mir, um auf meiner bucking barrel, also der Übungstonne
fürs Bullriding, zu reiten. Wir haben den Kids also Football mit Disziplin, Anstand, Durchhaltevermögen, Teamgeist und Teamliebe
beigebracht. Aber aufgrund unserer Beziehung auch Dinge ohne Football-Bezug zum Beispiel wie man Bullen reitet und Hühner fängt. Und wir
haben ihnen beigebracht, was und was nicht Ihre Muskeln in einem Kampf bedeuten, welche Schwachstellen ihr Körper hat und wie sie diese
Schwachstellen in einer Verteidigungssituation schützen. Oder wir haben ihnen beigebracht wie man beim Tauchen die Wasseroberfläche
wiederfindet und wie man Karaoke singt (Ok, bei Karaoke haben wir bitterlich versagt). Aber zurück zum Thema Football:

Wenn die Kids den Sport wirklich verstehen, dann wissen sie, warum die Coaches - speziell der Head Coach - hart zu Ihnen ist aber sie
dennoch liebt! Sie sind sogar hart zu sich selber, disziplinieren sich untereinander und entwickelt eine starke Liebe untereinander! Die Jungs
sahen ja auch, das es funktioniert!!! Meine Kids waren mächtig stolz darauf  und sahen sich eher wie ein amerikanisches High School Team
als ein deutsches Vereins-Team - sie waren ja auch von den an- deren Teams des Vereines so gut wie  komplett abeschottet.  Ich war der
alleinige Teamchef und es gab keinen Jugendwart oder Teammanager und auch keinen Vorstand der mir reinredete! Ich hatte das Sagen für
alle Team-Aspekte!Die Kids sahen mich auch nicht nur als "Trainer" sondern als Vorbild, Vaterfigur oder Lehrer und von den Kids hörte ich
oft: "We love you Coach!". Sicherlich, die eigentliche High School fehlte aber ich führte mit der Zeit einige typische High School Football
Sachen ein, z.B. jedes Jahr ein Coaches BBQ bei mir zu Hause, Seniors (Spieler im letzten Jahr und die sich daraus ergebenden
Besonderhei-ten), Yard- signs usw. Und wer nun sagt: "Wir sind aber in Deutschland" dem sage ich das gleiche wie weiter oben bereits: Wir
spielen aber den selben Sport wie in den USA mit den selben Gegebenheiten und Gefahren! Und unser Erfolg gibt mir Recht: Nicht nur
sportlich sondern menschlich: Denn aus den Jungs wurden disziplinierte, willensstarke, respektvolle bessere Menschen! DAS ist richtiger
Football!!!Denn Football bereitet auf das wahre Leben vor! Leider nur nicht in Deutschland! Hier ist es ja ungewünscht...
Rücktritt als Head Coach - Frühjahr 2018
Ich habe ja Anfangs geschildert, warum richtiger Football im deutschen
Vereinssystem so gut wie garnicht möglich ist, und wenn dann nur für kurze
Zeit. Ich bin unglaublich gesegnet, dass ich überhaupt die Möglichkeit hatte,
3 1/2 Jahre lang als Head Coach zu arbeiten! Ich denke, ich hätte darauf
bezogen vlt noch ein oder zwei Jahre weiter machen können, doch leider
zwang mich meine persönliche Situation sowie ein neues deutsches Gesetz
dazu, als Head Coach der Bulldozer U16 zurück zu treten. Glücklicherweise
hatte ich 2 Monate zuvor einen fähigen Assiatant gefunden an den ich das
Team übergeben konnte.

Ich hatte den Effekt der persönlichen Situation immer wieder nach hinten  
geschoben doch es wurde kritisch.Und als dann ein neues deutsches / EU
Gesetz kam welches  dem Verein unsere Chain of Command scheinbar
ummoeglich machte sah ich den Zeitpunkt gekommen! Auch konnte ich
meine persönliche Situation nicht mehr herauszögern.  So war das Ende
gekommen obwohl ich zu diesem Zeitpunkt immer noch 100 Prozent gab um
meine Jungs nicht im Stich zu lassen.  Ich blicke auf 3 1/2 tolle Jahre mit
tollen Jungs zurück! Wir haben mit einem brandneuegegründeten Team
sofort des einzelne Ligaspiel, Freunschaftsspiel, Turnierspiel oder
Scrimmage gewonnen und ich beende meine Zeit als Head Coach mit 32
Siegen und 0 Niederlagen.  Doch mir geht es nicht nur um die sportlichen
Erfolge sondern vor allem um das Menschliche! So konnten wir vielen Jungs
helfen, zu besseren Menschen zu werden! Eltern waren beeindruckt über die
Verbesserung ihrer Kids und das bedeutet mir sehr viel. Und auch der
christliche Glaube spielte eine grosse Rolle denn ich habe meine Werte
eingebracht. Und vor jedem Spiel haben wir im Namen Jesu gebetet. Mir tut
es sehr weh, diese Zeilen nun schreiben zu müssen. Aber mein Dank gilt
denen, die verstanden haben, was Football ist!!! Mein Dank gilt genauso
dem Vorstand der Bulldozer, zuerst Jens, der mich eingestellt hat und dann
Thomas, Chris und auch Oliver! Danke das sie mir das Team ohne
Einmischung übergeben haben!!! Danke auch an die Eltern für den Support
als Fahrer zu den Spielen und den Assistant Coaches für den Support an
der Sideline bei den Spielen und beim Training! Danke auch an unsere
befreundeten Teams, es war eine schöne Zeit!!! Mein grösster Dank gilt Gott
dass er mir das Coaching in Deutschland ermöglichte!

Wir haben bewiesen, dass das amerikanische System auch hier
funktionieren würde und wie viel Gutes durch Football kommen kann, doch
leider ist es ja von den Verbänden und der Sportmentalität hier
ungewünscht...
2015 - Mein erstes Jahr als Head Coach
Nun, in 2015 konnten wir noch nicht in der Liga teilnehmen, denn das Team musste ja ersteinmal aufgebaut werden und von der nötigen
Mindestanzahl von Spielern waren wir noch weit entfernt. So planten wir für 2015 Freundschaftsspiele und die Teilnahme an einem Turnier
nach den Sommerferien. In 2016 wollten wir dann erstmalig am Ligabetrieb teilnehmen. Leider musste ich ersteinmal ganz alleine anfangen
und mir meine Assistant Coaches zusammensuchen.  Aber so wollte ich es ja. Denn als Head Coach konnte ich mein Team frei selber
zusam- men stellen. Und da mein amerikanisches System hier mehr oder weniger unbekannt ist war es ganz wichtig, die richtigen Personen
zu finden. Denn wenn ein Assistant Coach dieses System nicht versteht macht er mehr kaputt als als dass er hilft. Doch ich fand relativ
schnell einen jungen, geeigneten Coach der auch schon ein wenig Coaching-Erfahrung hatte (zwar im deutschen System aber durch
Schulungen hat "Coach Patrick" das amerikanische System sofort verstanden und auch "gelebt"!
Verwunderte Eltern (von den Kids die blieben) teilten mir immer wieder mit, wie sehr sich Ihre Kids in Sachen Benehmen und Anstand
verbesserten. Und wenn sie Ihre Jungs nach dem Grund für den Sinneswandel fragten bekamen sie meist Antworten wie: "Das habe ich beim
Training gelernt" oder "Coach hat gesagt". Und auchin der Schule gab es Verbesserungen. Altersbedingt abgehende Spieler schrieben mir
und bedankten sich, das sie durchunser System zu besseren Menschen geworden sind! Sie bedankten sich, dass sie Football mit
Commitment, Disziplin and all den daraus resultierenden Vorteilen spielen durften. Denn sie waren mit Herzblut dabei, auch wenn es für sie
sicherlich härter war als anderswo.Sie waren so stolz auf die Philosophie und "tough love" und  auf die daraus resultierenden Erfolge. Sie
waren so dankbar das sie dies alles in Deutschland erleben durften! Es ist mir vollkommen unverständlich, dass all diese Gefühle und
positive Veränderungen der Jungs  in Deutschland nicht erwünscht sind - sondern genau das Gegenteil gewollt ist. Es macht mich traurig
das so viele deutsche Jugendliche hier diese tolle Erfahrung nicht erleben dürfen! Doch die Sportkultur hier lehrt Kindern und Jugendlichen,
dass Sport nur ein kleines Hobby ist und das Verpflichtung und harte Arbeit nicht notwendig sind!
Bericht der Bulldozer, Juni 2018
Emotionaler Abschied
Ich denke mittlerweile weiss jeder wie sehr ich meine Kids liebe. Sie waren wie Söhne für mich (ohne den echten Eltern zu Nahe treten zu
wollen), und auf eine Art auch wie Freunde. Schliesslich sahen wir uns 3-4 mal die Woche und eine Verbindung zwischen uns wurde
geformt. Und wie vorher schon beschrieben, es ging ja nicht nur um den sportlichen und sozial moralischen Aspekt von Football, es ging ja
auch um eine persönliche Beziehung. Wir haben den Jungs ja nicht nur Football mit Disziplin, Willenskraft, Teamgeist und Liebe etc
beigebracht sondern unsere Beziehung zueinander erlaubt uns, ihnen auch Dinge ohne Football-Bezug zum Beispiel wie man Bullen reitet
und Hühner fängt beigebracht.  Und wir haben ihnen beigebracht, was und was nicht Ihre Muskeln in einem Kampf bedeuten, welche
Schwachstellen ihr Körper hat und wie sie diese Schwachstellen in einer Kampfsituation schützen. Oder wir haben ihnen beigebracht wie
man beim Tauchen in einem See die Wasseroberfläche wiederfindet und vieles mehr! Und mein Haus war immer für sie offen, auch wenn
ich so weit weg wohnte und die Kids waren mehrfach im Jahr bei mir. Wenn die Entfernung nicht so weit gewesen wäre dann mit sicherheit
viel öfter! Zwei Wochen nach meinem letzten Traning kamen dann auch alle Spieler zu mir für ein komplettes Wochenende von Samstag
morgen bis Sonntag abend. Sie nahmen 2 Stunden Zug- und Busfahrt in Kauf um mich gebührend zu verabschieden. Ich freute mich, aber
es hatte auch etwas endgültiges. Nach dem Wochenende war ich nicht mehr ihr Coach. An dem Wochenende schauten wir alle Football
Videos des Teams, wir ritten die Bullriding-Tonne, wir hatten sogar einen kleinen Cowboy-Church Gottesdienst am Sonntag morgen - doch
das Ende war gekommen: Ich hatte das ganze Wochenende versucht, die Gefühle zu unterdrücken doch als die Jungs am Sonntag abend
Richtung Bushaltestelle gingen war ich am Boden zerstört. Wir sagten uns gegenseitig das wir uns lieben, wir umarmten uns und das war
es dann. Beim letzten Training vor ein paar Wochen war es nicht so schlimm, ich wusste ja wir sehen uns in ein paar Tagen nochmal, doch
diesmal war es endgültig das Ende! Die fast 4 Jahre als Coach fühlten sich auch eher wie 10 Jahre an und es kahm mir vor, als wenn mein
Lebenswerk zu Ende ging. Als bibeltreuer Christ  sollte ich dies so sicher nicht sagen, doch in diesem Moment fühlte es sich so an! An
diesem Abend löschte ich mich auch aus der Team Whatsapp Gruppe und das war es: Ich war nun nicht mehr mit dem Team welches ich
aufgebaut habe,mit  meinen Jungs, verbunden. Ich fühlte mich irgendiwe hilflos!. Klar haben wir uns gesagt, dass wir uns wiedersehen
werden doch wer weiss, was die Zukunft bringt. Vlt kann ich nochmal als Gastcoach Trainingseinheiten übernehmen aber wer weiss das
schon. Dazu muss ja das Sytem beibehalten werden. Und einer meiner Jungs auf den ich sehr stolz bin ging für ein Jahr auf eine High
School in den USA, wer weis also ob oder wenn ich ihn nochmal sehe. Nach so viel Zeit zusammen mit meinen Kids hat es mich sehr hart
getroffen. Doch ich bin dankbar für die schöne Zeit: "I could have missed the pain but I would have had to miss the dance". Ich werde es
sehr vermissen! Commitment to Greatness!!!
Coaching with Patriots-Star Blount at NFL Camp
Houston Texans Home Stadium
Unsere ersten Spiele
Nur wenige Wochen nach dem ersten Training spielten wir unser erstes Testspiel und zum Erstaunen aller haben wir dieses nach Punkten
auch gewonnen!  Nach dem ersten Spiel kam ein weiterer Assistant dazu und wir konnten mit 3 Coaches zum zweiten Testspiel fahren.
Auch dieses gewannen wir! Niemand wollte glauben, dass es uns erst seit wenigen Wochen gab, denn wir hatten gegen 2 erfahrene Team
gespielt die auch in richtigen Ligen spielten! Hinzu kommt auch, dass wir sowohl zahlenmässig (gerade mal 2 Ersatzspieler) und körperlich
weit unterlegen waren! Doch man merkte alleine schon am Auftreten des Teams einen Unterschied! Die Eltern meiner Kids bemerkten
schon nach kurzer Zeit, wie besonders das Team war. So einen Zusammenhalt hatten sie noch nie gesehen! Nach den Testspielen
setzten wir noch ein paar gemeinsame Trainingseinheiten mit anderen Team an. Und im Sommer lud ich alle Spieler und Coaches zu mir
nach Hause zum "Coach`s BBQ" ein, eine Tradition die ich jedes Jahr fortsetzte.
Trainingsspiel im April
Coaches BBQ
Aces Bowl Champion
Während des Jahres konnten wir noch einen weiteren Coach dazugewinnen und in der zweiten Jahreshälfte konzentrierten wir uns auf
ein Turnier an welchem wir nach den Sommerferien teilnehmen sollten. Wir waren sehr gespannt da dieses Turnier das erste mal
bedeutungsvolle Spiele bedeutete, wir konnten schliesslich etwas gewinen und es waren nicht nur Freundschaftsspiele. Für uns war es
wie der Superbowl, doch wir mussten gegen 2 erfahrene Teams im Ligabetrieb antreten. Doch unser erstes Jahr ging erfolgreich weiter:
Wir gewannen das erste Spiel des Turnieres und qualifizierten uns so für das Finale. Und obwohl wir im ersten Spiel unseren Anführer
der Defense ud der Offense verletzungsbedingt verloren haben wir auch das Endspiel gewonnen, Endstand war 40-12! Somit
beendeten wir unser erstes Jahr mit 4 Siegen und keiner Niederlage und einem schönen Pokal!
Aces Bowl
Aces Bowl
Championship Party
Awards und Christmas Party 2015
Wir beendeten unser allererstes Jahr mit einer perfekten Bilanz: 4 Siege und keine Niederlagen. Um dieses erste Jahr zu feiern
veranstalteten wir im Dezember eine Awards-Zeremonie / Weihnachtsfeier (es gab aber keine individuellen Awards da ich kein
Freund von beispielsweise MVPs bin, denn das ganze Team muss zusammenspielen)
Awards and Christmas Party
Awards and Christmas Party
Liga-Champion
Nach der Gründung und Aufbau in 2015 hatten wir nun (gerade so) genug Spieler, um die Anforderungen des Verbandes in Hinsicht auf
Spieleranzahl im Ligabetrieb zu erfüllen, so wurden wir 2016 für den Ligabetrieb angemeldet. Obwohl wir ja ein klein wenig Spielpraxis in 2015
sammeln konnten wussten wir wenig über die Liga und wie wir uns schlagen würden. Als Vorbereitung fuhren wir einen Monat vor Ligabeginn
3 Tage in eine Camp. Ich dachte, dass wir ein gutes und motiviertes Team aufgebaut hatten doch wir waren immer viel weniger Spieler und
viel kleiner als unsere Gegner. Das erste Spiel war eine grosse Ungewissheit. Alle (Spieler und Coaches) waren nervös (ich denke die Kids
haben nicht gemerkt wie nervös wir coaches waren) doch nachdem wir das erste Spiel gewonnen hatten wurde alles ruhiger und die Spieler
konzentrierter. Wir spielten 11 Ligaspiele, 3 davon waren recht knapp. Eines brauchte einen halben Trickspielzug welcher den Laufraum
wieder öffnete und wir zu unserem gewohnten Spiel zurückfanden. Am Ende gewannen wir alle unsere 11 Spiele. Wir waren das jüngste,
unerfahrenste, körperlich und zahlenmaessig kleinste Team und dennoch schafften wir eine Perfect Season direkt im ersten Jahr!
Trainingscamp Feb 2016
Trainingscamp Feb 2016
League 2016
League 2016
Coaches BBQ 2016
Coaches BBQ 2016
League Championship Party
League Championship Party
Windeck Football Cup Champion
Nachdem unsere U13 (nun, es war ja keine wirkliche U13 sondern ein Anhang der U16 da ja kaum zusammen trainiert wurde) drei
Freundschaftsspiele absolviert hatte wurden wir zum Windeck Football Cup eingeladen, einem Turnier für U13 Teams während einem
spielfreien Wochenende für die U16. Trotz des wenigen gemeinsamen Trainings (Spielzüge wurden im Grunde nur während der U16
Wasserpausen gemacht) und nur 2 Ersatzspielern gewann die U13 beide Spiele und somit das Turnier!
Year End Awards Banquet
Sowohl die U16 als auch die U13 beendeten das Jahr mit einer perfekten Bilanz, die U16 mit 11-0 Siegen, die U13 mit 5:0 Siegen. Dies
gab uns auch wieder viele Gründe, das Jahr mit einer tollen Feier ausklingen zu lassen.
Windeck Football Cup
Windeck Football Cup
Awards Banquet
Awards Banquet
Liga- Champion
Kurz vor Liga-Beginn fuhren wir wieder über ein Wochenende ins Camp. Wir hatten viele neue und unerfahrene Spieler. Und obwohl Coach
Patrick ja eigentlich nicht mehr coachte kam auch er (und ein Spieler vom Vorjahr) mit damit ich nicht alleine war. In 2017 spielten wir nur
ein Preseason game (welches wir gewannen). Danach fand ich 2 neue Assistant Coaches, doch in der Mitte der Liga-Saison musste ich
mich von beiden trennen da sie doch völlig im deutschen System steckten und mehr kaputt machten. Und wie bereits im Vorjahr waren wir
wie immer körperlich und zahlenmässig unterlegen. Wir hätten eigentlich nicht erfolgreich sein dürfen…. Stattdessen hatten wir wieder ein
Hammer Team mit einer unbeschreiblichen Liebe und Disziplin und der daraus resultierenden Willenskraft! Wir waren erfolgreich nicht weil
wir athletisch besser waren sondern wegen unseres amerikanischen Pflicht-Commitment und amerikanischen Strukturen und Mentailität!!!
Wir gewannen wieder jedes Spiel! Leider musste ein Team kurz nach Saisonbeginn zurückziehen, daher gab es nur 6 gewertete Ligaspiele
in 2017. Unser knappstes Spiel gewannen wir mit 4 Touchdowns Vorsprung, alle anderen Spiele waren schon zur Halbzeit entschieden.
Unsere Defense lies nur 3 Touchdowns in der Saison zu, trotz backups! Da wir ja wieder sehr wenige waren mussten fast alle Spieler
sowohl Offense als auch Defense spielen und selbst wenn ich alle backups auf dem Feld hatte spielten noch Stammspieler...Unsere kids
waren so stolz auf Ihr US System mit Commitment und Disziplin!
2017 - Ein weiteres Jahr... und immer noch perfekt
League 2017
Coaches BBQ 2017
Seniors 2017
League
Liga 2017
Camp 2017
League 2017
Awards Banquet 2017
Awards Banquet 2017
Coaches BBQ 2017
Year End Awards Banquet
Unser jährliches Awards Banquet fand im Dezember statt und wieder gab es viele Ehrungen. Und wie in jedem Jahr war auch Coach
Patrick dabei.Schliesslich war er ja immer noch dem Team verbunden und half ja auch beim Pre-Season-Camp...
Fall Showdown Champion
Wie bereits im letzten Winter planten wir auch diesmal wieder ein alleinstehendes Spiel um die lange Zeit zwischen den Saisons zu
überbrücken.. Dieses mal fans es im November statt und wir nannten das event "Fall Showdown". Und wieder haben wir es wie ein Bowl
behandelt, denn das Spiel war wichtig für uns: Zum einen war es das Abschiedsspiel fur ein paar Seniors / Teamführer. Diese Jungs
waren sehr wichtig für das Team und wir wünschten uns einen würdigen Abschied! Zum anderen hatte ich auch ein Gefühl, das es mein
letztes Spiel sein könnte. Auch hatten wir ein paar neue Spieler die noch nie in einem Spiel gespielt hatten und Spielpraxis brauchten. Und
der Gewinner bekam wieder eine schöne Trophae. Der Fall showdown war das körperlich härteste Spiel des Jahres und die Kids liebten
die Herausforderung! Unsere neuen Spieler erhielten viel Spielzeit und wir spielten mit einem Freshman-Quarterback der das Team in
2018 führen sollte. Am Ende gewannen wir 52-18.
Camp
2018 - Das Ende
Nachdem ich ja 2017 als einziger Coach beendete war ich froh, zwei neue Coaches für 2018 zu finden. Wie gesagt war ich unsicher über
die Zukunft so waren neue Coaches wichtig. Einer war ein Senior aus dem letzten Jahr der dem Team treu blieb und uns lieber unterst-
ützte als anderswo in eine U19 zu gehen. Der andere Coach war ein ehemaliger deutscher Jugendspieler der aus gesundheitlichen
Gründen aber aufgehört hatte. Er hat unser System aber sofort verstanden und gelebt!
My final practice June 9th, 2018
New Head Coach Ruffy
Weitere Fakten gegen richtigen Football:
a) In deutschen Vereinen gibt es zumeist mehrere Teams (teilweise verlangen dies die Verbände sogar). Es gibt Erwachsenen- und
Jugendteams wobei die Jugendteams nach Alter aufgeteilt werden. Dies ist notwendig für das Überleben der Teams. Doch dadurch ist eine
Abschottung des Teams  und Aufbau einer Teamidentität nicht wirklich möglich!

b) Leider werden Jugendteams im Verein üblicherweise als zweitranging angesehen und das Herrenteam gilt als "Erste Mannschaft".
Jugendsport hat eine untergeordnete Rolle und Teams gelten dazu, das Herrenteam mit Spielern zu versorgen. Alleine daran sieht man
schon das Footballverständnis...

c) Spieler können sich Ihr Team selber aussuchen. In den USA geht dies nicht so leicht aufgrund von school zoning. Nicht zuletzt dadurch
entstehen notwendige Tugenden des Footballs! Das Spieler einfach den Verein wechseln können, wenn Ihnen etwas nicht passt oder sie mit
ihren Coaches nicht auskommen ist eine absolute Perversion denn beim Football lernt man: Suck it up! Lerne damit umzugehen. Denn im
späteren Leben muss man dies auch! Doch in Deutschland ist es ganz normal ersmtal Teams zu testen und dann erst zu entscheiden wo man
spielt. Und wenn einem später etwas nicht passt wechselt man einfach den Verein! Auch dies ist eine Perversion die das Fundament von
Football lächerlich macht! So ist es schwer, die nötige Härte an den Tag zu legen!

d) High School Football spielt man fürs Leben! Nach der High School Zeit werden die meisten nie wieder Football spielen! Nur wenige
schaffen es aufs College. Die High School Zeit ist also, wo man Erinnerungen fürs Leben schafft. Die Legacy als Football-Spieler bleibt im
Heimatort für den Rest des Lebens! Auch dieser Fakt spiegelt die Bedeutung von High School Football im Leben von Amerikanern wieder und
es ist für jemanden, der es dort nicht erlebt hat schwer nachvollziebar. Die 3 oder 4 Jahre Highs School Football bedeuten also sehr viel. Man
zählt die Spiele bis zum Ende und das war es dann! Nie wieder Football! Und dies nutzen die Coaches auch nochmal für zusätzliche
Motivation! Somit hat es auch nochmal einen ganz anderen Stellenwert als wenn man sein halbes Leben Football spielen kann. Denn in
Deutshcland kann man bis 50 spielen oder so lange man will und gesundheitlich kann! Ach das ist lächerlich denn wer kann schon 40 Jahre
lang dem Sport alles geben und 100 Prozent Commitment zeigen?? Das geht ja garnicht!

Doch nun zurück zu meiner persönlichen Erahrung als Football-Coach in Deutschland:
Weitere Gedanken, amerikanische Philosophien und Links zum Thema Footballgibt es auf Seite 2
Um den Sport wirklich zu verstehen muss man zuerst das amerikanische Sportsystem und Denkweise verstehen, denn dieses  System unter-
scheidet sich vom hiesigen Sportsystem gewaltig - es ist viel durchdachter als das deutsche Sportsystem. Daher möchte ich dieses kurz
erklären:
High School Football
High School Football
Update - September 2018
Nach meinem Rücktritt wurde das Team von meinem bisherigen Assistant Coach Ruffy übernommen und ich hatte gehofft, in der Zukunft
ab und zu nochmal beim Training dabei zu sein. Ruffy hatte mir zugesagt, dass er mir das Team als "Special Guest Coach" bei
besonderen Trainings und beim Trainingscamp übergeben würde. Coach Ruffy wurde aber ein paar Monate nach meinem Rücktritt
entlassen. Der Verein ging zurück zur deutschen Struktur und Philosophie und das Herrenteam übernahm die Jugend um ein U19 Team
stattdessen zu formen... Das von mir gegründete Team gibt es also nicht mehr und ich werde wohl in Deutschland nie wieder coachen.
Championship Party
Wie bereits weiter oben beschrieben, findet Jugendfootball in den USA in der Schule statt! Die Schule gilt als das Herz des Ortes und
Schulsport sorgt nicht nur für "School Spirit" und Zusammengehörigkeitsgefühl in der Schule an sich sondern im gesamten Ort! Das High
School Football Team ist in der Regel das Aushängeschild des ganzen Ortes und die Spieler (zwischen 14 und 18) sind lokale Helden. Doch
viele anderen Schüler sind auch involviert, sei es als Cheerleader, in der Band oder als Team Manager (Helfer der Coaches). Der ganze Ort
zelebriert die Spiele freitags abends und jeder ist ein Tiger, Patriot, Yellowjacket oder wie auch immer das Team heisst. Unter der Woche
findet tägliches Training auf den schuleigenen Sportplätzen statt, geführt von professionellen Coaches (oft Lehrer die also dafür bezahlt
werden und entsprechende Professionalität mitbringen
). Dem Head Coach wird die Autorität gegeben, sein Team mit diktatorischen Hirarchien
zu führen, sonst funktioniert das Fundament von Footbll nicht.
Football ist für die Spieler während der Saison eine Priorität und Verpflichtung
und Trainingszwang sind nicht nur notwendig (um die für Football notwendigen Gegebenheiten zu gewährleisten), sie sind selbstverständlich.
Aber wie gesagt: Es ist schwer zu erklären und wer High School Sport, besonders Football,nochnicht selbst in Tiefe miterlebt hat, für den ist
das - und der Sport Football (was Football bedeutet und ausmacht) - schwer zu verstehen

In Deutschland sieht alles leider vollkommen anders aus. Es gibt grundsätzlich keinen Schulsport mit professionell betriebenen Schulteams im  
Ligabetrieb und keinen School Spirit. Die Schule ist nicht das Herz des Ortes und es gibt keine Schulmaskotchen und Nicknames ( wie Tigers,
Patriots, Yellowjackets etc) mit denen sich die Schüler identifizieren. Somit gibt es kein High School Football Team, was vom ganzen Ort
zelebriert wird. Und weil es keinen profesionellen Schulsport gibt, gibt es i.d.R. auch keine professionelle Unterstützung von Sportlern. Sport
wird stattdessen in schulunabhängigen Vereinen durchgeführt - egal welcher Sport.  Der Sportplatz gehört üblicherweise der Stadt und dieser
muss  i.d.R. mit mehreren anderen Vereinen und dann mit den anderen Teams innerhalb des eigenen Vereines geteilt werden (Jugendteams,
Erwachsenenteams). So ist es oft schwer, Zeiten für zwei bis 3 mal Training in der Woche zu finden. Wo ich coachte hatten die Teams
eigentlich nur zwei mal in der Woche training und dann auch nur den halben Platz! Während das Footballfeld des High School Teams in den
USA der Schule gehört und man 5 mal die Woche trainieren kann. Ein weiteres Problem in Deutschland ist dass es oftmals keine
professionellen Coaches in Vereinen  gibt. Sport hier gilt als "Hobby nebenbei" Viele ugendteams die ich kenne werden von Vätern gecoacht.
Wenn man Glück hat findet sich vlt ein Spieler des Herrenteams, doch man kann erahnen, wieviel Zeit ihm für das Team bleibt zwischen der
normalen Arbeit, der Familie und dem Training des Herrenteams! Und ob er dann auch weiss was er tut ist wieder eine andere
Sache...Hobby-Spieler und Hobby-Übungsleiter sorgen also - im Vergleich zum Jugendsport in den USA - für ein sehr nidriges Niveau auf
allen Ebenen!

Also gibt es hier keinen Schulsport (ausser vlt mal ein paar Freundschaftsturniere und Leichtatletik-Langläufe, aber keine wirklichen
Schulteams und Ligen) und somit auch nicht die entsprechenden Vorteile und entsprechende Lebensqualität für Jugendliche in Deutschland.

Und was genauso schlimm ist: Grundsätzlich gibt es hier keinen richtigen Football. Denn die notwendigen Gegebenheiten sind in Deutschland
grundsätzlich nicht machbar! Dafür gibt es diverse Gründe:  Wie gesagt wird Sport anstatt in der Schule in unabhängigen Vereinen
durchgeführt. Ein Verein ist eine Rechtsform für Leute, die gemeinsame Interessen zusammen erleben wollen.  Es gibt
Briefmarkensammler-Vereine, Garten-Vereine,  Strick oder Häckel-Vereine, Koch-Vereine etc, und natürlich Sportvereine. Alle diese Vereine
sind unter dem deutschen Vereinsrecht angesiedelt und das fundamentale Grundprinzip ist der Zusammenschluss von Gleichgesinnten mit
GLEICHEN Rechten für ALLE Mitglieder! Es darf  grundsätzlich keine Besserstellung von Mitgliedern geben! Das Vereinssystem sowie
rechtliche Grundlagen und Vorgaben des Gesetztgebers und der Verbände sowie die deutsche Sportkultur erlauben i.d.Regel keinen
richtigen Football hierzulande!
1.) Deutsche Gesetzgebung ist gegen richtigen Football:
Das Sozialgesetzbuch sagt in §11 das Jugendsport von den Jugendlichen mitbestimmt und mitgestaltet werden muss, und das Jugendliche zur
Selbstbestimmung befähigt werden müssen! Doch genau das Gegenteil ist beim Football gefordert! Hohe Verpflichtung und Disziplin sind
unmöglich wenn die Jugendlichen selber bestimmen können!

2.) Das deutsche Vereinsrecht ist gegen richtigen Football:
Vereine basieren auf Gleichberechtigung. Der Vorstand wird von den Mitgliedern gewählt und muss dies tuen, was die Mehrheit der Mitglieder
will. Es spielt keine Rolle ob man Coach oder Spieler ist, alle haben die selben Rechte! Und wer sind die meisten Mitglieder eines Vereins?
Die Spieler selbst! Der Wille der Spieler übertrumpft also den Willen der Coaches weil es ja viel mehr Spieler gibt als Coaches...

3.) Richtlinien des LSB und des" Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport" widersprechen richtigem Football:
Leitfäden für Vereine sind gegen "großes Machtgefälle" und "autoritäre und hierarchische Struckturen" - Bitte was?!? Das ist doch genau
das, wie ein Team im Sport geführt werden muss! Wenn jeder immer ein Mitspracherecht hat, dann funktioniert es doch nicht. Der Head
Coach ist der Head Coach weil er nunmal weiss wie es funktioniert! Besonders im Football muss es so sein sonst ist es kein Football mehr!!!
Der Handlungsleitfaden für Vereine" umfasst u.a.folgende Punkte:

- "Niemand wird zu einer Übung oder Haltung gezwungen" - Übuungen und Training ist also freiwillig für Spieler im Team. Wenn ein Spieler
also an eine Übung oder einer Trainingseinheit nicht Teilnehmen will, so darf er das ohne das er dafür bestraft wird! Dies ist ein Schlag ins
Gesicht für richtigen Football, denn dadurch ist Football unmöglich!

- "Die Umkleideräume werden grundsätzlich nicht betreten" - Wie bitte?!? Was ist denn mit der Aufsichtspflicht?!? Die Jugendlichen sollen sich
also ohne Erwachsene entfalten dürfen und dort machen, was sie wollen! Dies ist abermals das komplette Gegenteil was Football lehrt! Und
was noch viel schlimmer ist: Die Umkleiden sind das Herz eines Football-Teams. Dort findet äusserst wichtiges Team-Building statt. In den
Umkleiden formt sich das Team, denn die Zeit dort ist mindestens genauso wichtig wie die eigentliche Zeit auf dem Feld. Die Coaches als
Führer des Teams dürfen also den Ort, wo das Team zum Team gemacht wird nicht betreten?!? Das alleine sagt wohl alles...

- "Das persönliche Empfinden der Jugendlichen hat Vorrang" und "Jugendliche sollen zur Selbstverwiklichung" erzogen werden -  Also
abermals genau das Gegenteil von dem was einen Teamsport, und ganz besonders Football, ausmacht. Denn beim Football lernt man,
seinen eigenen Willen und seine eigenen Bedürfnisse unter die Bedürfnisse des Teams zu stellen! There is no I in Team!!!

- Es darf "keine Form der Gewalt, sei es physische oder psychische Gewalt ausgeübt werden" - Football ist ein Sport bei dem körperliche und
mentale Gewalt enorm wichtig ist. Und dies muss nunmal trainiert werden!

Ein Coach in Deutschland ist also nicht das Oberhaupt des Teams sondern eher ein "Übungshelfer", und um es hart auszudrücken: Er kann
nur "empfehlen", nicht "anweisen" - Somit gibt es nicht wirklich Commitment, Pflicht und so weiter. Stattdessen weiss man in den  USA:
Football ist eine Diktatur, keine Demokratie!

4.) Vereins-Hierarchien erlauben grundsätzlich keinen richtigen Football
Vereinshierarchien verlangen eine Aufteilung der "Leitung". Doch die eigentliche Leitung hat ja die Mitgliedschaft selbst. Auch dies ist gegen
jeden Grundsatz von Football!

5.) Grundsätzliche Vereinsstrukturen erlauben keinen richtigen Football
Ein Verein hat zumeist mehrere Teams (Erwachsenenteams sowie Jugendteams nach Alter aufgeteilt). Dies macht es sogut wie unmöglich,
dem Team die notwendige Eigenständigkeit und Abblockung von den anderen Teams zu geben. Auch geschlossenes Trainingist so gut wie
unmöglich. Stattdessen ist in Deutschland ja eine "grosse Vereinsfamilie" gewünscht, und das macht eine eigene Teamidentität zu nichte!

6.) Die deutsche Sportmentalität erlaubt richtigen Football nicht
Wie bereits beim Thema „High School Football“ erwähnt findet Jugendsport in Deutschland leider nicht in Schulen statt sondern wird durch
von Schulenunabhängigen Vereinen durchgeführt. Dies hat enorme Nachteile. Dies möchte ich hier aber nicht wiederholen. Bitte einfach
nochmal den Teil „High School Football“ weiter oben lesen! Hier geht es mir mehr um den Stellenwert, den Vereine in der deutschen
Gesellschaft haben, denn leider werden Vereine hier nicht wirklich ernst genommen. Stattdessen werden Vereine für ein wenig Sport
nebenbei als Hobby ausgenutzt. Wer aber Sport ernsthaft betreiben will ist zumeist verloren! Sicherlich gibt es auch Ausnahmen, aber diese
sind mir nicht bekannt.... Wenn man in Deutschland nun aber aus einem kleinen Ort kommt und im lokalen Verein spielen muss sieht das
natürlich ganz anders aus. Da gilt dann die typisch deutsche Sportmentalität: "Coaches" sind so gut wie immer Freiwillige und Eltern wollen,
dass ihr Kind ein wenig Sport macht und schicken es zu einem Verein – ganz ohne Verpflichtung, denn Trainingszwang gibt es i.d.R. nicht –
das ist auch sehr schwer umsetztbar bei der deutschen Denkweise. Trainingszwang wäre bei der Mentailität zu viel verlangt, denn Sport soll ja
nur ein wenig Hobby nebenbei sei... Was man mit ernsthaftem Football aber alles erreichen könnte und was man den deuschen Kids
vorenthält merkt man nicht!!! Meine Jungs zum Beispiel wollen es garnicht mehr anders nun wo sie richtigen Football kennengelernt haben!
Denn Football bedeutet Commitment, alles andere macht den Sport lächerlich! Jeder der weiss, wie man beim Football trainieren muss wird
dies bestätigen! Doch leider ist es hier normal, dass man die Spieler nicht zum Training zwingen kann und sie nicht kommen bei Oma`s /
Opa`s Geburtstag, Vater oder Mutters Geburtstag, Bruder oder Schwesters Geburtstag, wenn es draussen zu warm ist , wenn es draussen zu
kalt, Arzttermin usw sind immer Gründe nicht zu kommen. Und dann ist da noch die Schule…Die Schule geht immer vor. Und die Schule
respektiert die Vereine überhaupt nicht! So finden Schulveranstaltungen oftmals zu Vereinszeiten abends statt (Pflichtversanstaltungen wie
Theater-Aufführung. Projektwoche, Elternabende oder auch Klassenfahrten. Manche Schüler können sogar regelmässig nicht zum Training
kommen weil die Schule an Trainingstagen immerbis 17.30 / 18 Uhr dauert! Einem Spieler, der eine Zukunft als Sportler hätte wird diese
Zukunft also durch die Schule zerstört weil die Schule ihn nicht erlaubt, regelmässig zum Training zu kommen (während in den USA ja Training
TEIL der Schule ist!!! Das muss man sich mal überlegen!!! Und das nennt sich dann "Sportförderung"?!? Lächerlich...Oft verpassen Spieler
Training oder sogar Spiele wegen Schulveran- staltungen! Wie kann das sein?!? Wenn man Sport ernst nehmen würde würde man
verstehen, das es so nicht geht! Warum macht man es nicht wie in den USA??? Dies hätte so viele Vorteile (siehe Sektion "High School
Football" zu beginn...Wenn in diesem Land schon der Sport nicht in der Schule gemacht wird (was ja ansich schon sehr schlecht ist) dann
solle die Schule aber die Vereine respektieren und nicht in die Zeit dieser eingreifen!!! Doch hier werden Vereine bzw Vereinssport als
unwichtig eingestuft...Und solange Football hinter der Schule als unwichtig eingestuft werden gibt es in Deutschland nichts mit Football!! Ich
sage nicht, dass Vereine oder Sport wichtiger ist als Schule ABER: Football macht Jungs zu weit besseren Menschen als es die öffentliche
Schule jemals kann!!! Richtig gelesen!!! Richtiger Football kann weit mehr erreichen als es die Schule kann! Dies wird jeder meiner aktuellen
Spieler bestätigen können (warum dies so ist erkläre ich unter „Coaching in Germany). In den USA hat man begriffen, was man mit Football
alles erreichen kann! Und Football-Spieler sind erwiesenermassen bessere Schüler! Auch richtig gelesen: Wer Football spielt ist i.d.R. ein
besserer Schüler als wenn er nicht Football spielt!!! Dies hat alles mit dem zu tuen, was Football ist und was den Sport definiert. Wenn man
dies in Deutschland verstehen würde könnte man so viel erreichen.(Ich rate an, die von mir am Ende dieses Themas empfohlenen Bücher zu
lesen um zu erkennen, was Football in den USA erreichen kann!) Stattdessen ist dies ja hier unerwünscht und genau das Gegenteil ist der
Fall: Sport wird nicht ernstgenommen und als Hobby nebenbei ausgenutzt! Denn ohne Zwang keine Disziplin!!! Mal von einer anderen Seite
betrachtet: Wie kann es denn sein, dass man monatelang trainiert und wenn es dann drauf ankommt muss ein Team auf Leistungsträger
verzichten weil diese während des alles entscheidenden Spiels auf Klassenfahrt sind? Mit diesen hätte man gewonnen, nun aber vielleicht
verloren weil auf Schlüsselpositionen die besten fehlen!!! Monatelange Arbeit der (ehrenamtlichen) Coaches und der Spieler (die ja gewinnen
wollen, sonst braucht man ja nicht spielen) ist - was gewinnen angeht - vergebens! Da Klassenfahrten meist ja keine Schulpflicht sind  könnte
man hier natürlich sagen, die Spieler dürfen nicht fahren…Aber das wäre in der Gesellschaft bei dieser deutschen Sportmentalität nicht
machbar, denn Sport ist ja nur ein Hobby nebenbei. Dass aber – wenn man es richtig macht – die Spieler ihr Team weitaus mehr lieben als
Ihre Klasse versteht hier keiner. Meine Kids haben ein schlechtes Gewissen wenn sie ihr Team im Stich lassen da sie ihre
Manschaftskameraden lieben!!! Die Eltern verstehen es aber nicht! Da es in Deutschland im Sport i.d.R. halt keine Liebe und kaum
Teamgeist und Disziplin gibt, ist solch ein Gedanke im Sinne der deutschen Mentalität unglaublich! In meinem Team haben Kids schon Reisen
abgesagt weil sie es nicht im Stich lassen wollten! (mehr zu meiner Trainingspflicht erkläre ich weiter unten). Und das ist ja auch ganz normal,
in den USA zumindest. Dort wuerde niemand auf die Idee kommen, zu verreisen während sein Team trainiert und die Chance auf ein State
Championship hat!!! Stattdessen wird Sport hier nicht ernst genommen und gilt als kleines Hobby nebenbei. Ich bin so stolz auf mein Team,
die haben es echt verstanden worum es beim Football ankommt! Doch wir sind da wohl in Sachen Liebe, Teamgeist, Wille und Disziplin die
absolute Ausnahme…Und unsere Kids sind richtig stolz darauf. Keiner von meinen Jungs wuerde mit jemandem, der keinen Zwang hat
tauschen wollen!!! Aber ich will nicht vorgreifen…

7. Auswahlmannschaften sind gegen richtigen Football
In NRW heisst die Landesauswahl der Jugend „Green Machine“. Auswahlmannschaften (zumindest die Green Machine in NRW) trainieren
während der Saison über mehrfach im Jahr (an etwa 10 verschiedenen Wochenenden). Dabei spielt es keine Rolle, ob das eigene Team ein
Spiel oder Training hat oder nicht, die Green Machine verlangt Anwesenheit! Damit verlangt die Green Machine, dass ein Spieler für richtigen
Football unerlässliche Teamregeln misachtet und sein Team im Stich lässt!!! Damit widerspricht die Green Machine sämtlichen Grundsätzen
von Football!!! Denn Disziplin bedeutet ja nunmal, Teamregeln einzuhalten und Team Spirit  bedeutet nunmal, sein Team nicht im Stich zu
lassen sondern sogar das Team vor seine eigenen Bedürfnisse zu stellen! Daher gibt es soetwas in den USA auch nicht! Es gibt keine
Football Nationalmannschaft wo die besten Spieler spielen (denn dort müsste ja dann Tom Brady, JJ Watt usw drin sein)… USA Football hat
zwar eine "Nationalmannschaft", diese ist aber eigentlich ein "Hobby-Team" bestehend aus ehemaligen Spielern von drittklassigen Colleges
und ehem. High School Spielern. KEIN Spieler der "Nationalmannschaft" ist aktiver Spieler eines Teams in den USA!!! Nationalmannschaften
haben aufgrund des US-Systems keinen grossen Stellenwert, es interessiert sich niemand dafür. Es gibt NACH der Saison All Star teams die
gewählt werden und dann 1-2 mal trainieren und dann ein All Star spiel machen. Niemand, wirklich niemand würde es sich wagen, einem High
School, College oder NFL Coach einen Spieler bei einem wichtigen Training wegzunehmen weil er in einer Auswahl spielen soll! Und kein
Spieler würde sein Team im Stich lassen!!! Hier ist es genau anders rum und beweist die schlechte Disziplin und schlechten Teamgeist: Die
Teams prahlen stolz, wenn es einer Ihrer Spieler in die Green Machine schafft (obwohl sie damit dieses im Stich lassen) und die Spieler
tragen stolz Green Machine Jacken oder caps – und das sogar beim eigenen Team- Training bzw Meeting. Auf der HP des Verbandes nimmt
die Green Machine eine herausragende Stellung ein, die news werden nicht vom regulärenen Spielbetrieb sondern von der Green Machine
dominiert… Auswahlmannschaften werden zelebriert und die eigenen Teams werden zur Nebensache! Dies zeigt wieder mal komplettes
Unverständnis dem Sport gegenüber. Sowas gibt es in USA nicht und man weis warum...Warum können die Deutschen nicht einfach mal
etwas besseres von anderen annehmen? Green Machine ist gegen alles, was man beim Football lernt!!! und hier ist man auch noch stolz
darauf!!! Dies Beweisst, das das Football-Verständnis hier vollkommen fehlt!!!
Warum richtiger Football in Deutschland grundsätzlich nicht möglich ist
Ich wiederhole mich, doch man kann es nicht deutlich genug machen: Das Fundament von Football ist Disziplin. Dadurch entsteht das für
Football benötigte Umfeld. Und wenn Spieler dies verstehen und leben, dann disziplinieren sie sich sogar selbst und lieben Ihre Mitspieler
und Coaches trotz der diktatorischen Härte. Denn durch Disziplin entstehen die für Football notwendigen Tugenden: Verpfllichtung,
körperliche und mentale Härte, Durchhaltevermögen, Willenskraft sowie Teamgeist und Liebe! Um dies zu erreichen muss es diktatorische
Hirachien mit dem Head Coach als oberste Authorität und Trainingszwang nach strikten Regeln geben.In den USA gibt es nicht umsonst
den Spruch: Football ist keine Demokratie, es ist eine Diktatur!" Denn der Head Coach muss in der Lage sein, das Team als alleiniger
Teamchef nach seinen Philisophien und Werten aufzubauen und zu  führen, denn er ist das Gesicht des Teams. Coaches müssen Spieler
eliminieren, die nicht das geben können was Football fordert. Klingt hart ist aber wichtig zum Schutz des Teams, denn ein Team ist nur so
gut wie das schwächste Mitglied. Jeder, der mitziehen will wird auch unterstützt. Doch wer nicht alles geben will, für den ist Football der
falsche Sport!

Doch die oben genannten Anforderungen sind in Deutschland grundsätzlich nicht machbar! Denn hier findet Ligasport grundsätzlich nicht
in Schulen statt sondern in Vereinen. Und Vereine sind nun mal eine Rechtsform die auf Gleichberechtigung aller Mitglieder basiert. Somit
sind deutsche Vereine grundsätzlich nicht  tauglich für das Fundament von Football! Und auch deutsche Sozialgesetzte und deren
Auslegungen erlauben Football in Deutschland nicht! Um es nochmal klar zu machen: Niemand wird in den USA dazu gezwungen, Football
zu spielen.  Doch wer sich dafür entscheidet und es ins Team schafft dem werden viele Freiheiten genommen! Stattdessen herrscht
Verpflichtung und Football wird zu einer Priorität im Leben! Der US Supreme Court fällte das Urteil, dass Schulsport kein Recht sondern ein
Privileg ist. Somit können Coaches sehr viel verlangen die die persönliche Freiheit der Spieler sehr einschränken.

Spieler unterwerfen sich der Philosophie und „Willkür“ des Head Coaches und Trainingsbeteiligung ist Pflicht, aber wie bereits
beschrieben: Die Belohnung die High School Football bietet ist gross und viele geben alles, um Teil des Team zu sein. Bitte lest nochmal
das vorherige Thema „High School Football“ um die Football-Kultur in den USA besser zu verstehen!

Es bricht mir das Herz, dass deutschen Jugendlichen die tolle Erfahrung von richtigem Football genommen wird! Nicht nur die tolle
Erfahrung von High School Football (school spirit and community pride des ganzen Ortes) mit all seinen positiven Effekten, nein sogar um
den eigentlichen Sport Football werden deutsche Jugendliche beraubt!
Im Grundsatz hierzulande kein richtiger Football möglich!
Mein Lieblingsberuf war lange schon "High School Football Coach". Andere wollen Astronaut, Pilot oder Polizist werden, doch wenn ich die
Wahl hätte, dann wäre ich High School Football Coach. Warum nicht NFL mag sich mancher nun fragen. Nun, das Flair an einer High school
ist besonders (siehe meine Anmerkungen unter dem Punkt "High School Football" weiter oben) und ich liebe es, mit Jugendlichen zu
arbeiten. Daher bin ich an Erwachsenen-Football einfach überhaupt nicht interessiert. Selbst in den USA lehnen Football-Puristen die NFL ja
auch ab, aus den Gründen die ich Eingangs dieser Seite ja bereits erwähnte...
Football ist ein einzigartiger, komplexer und anspruchsvoller Sport  –  für Spieler genauso wie für Coaches.  Aber  Football gibt auch viel.  
Denn durch militärische Disziplin, Teamliebe und Teamgeist  werden im High School und College Bereich Jungen zu besseren Menschen (und
Schülern) geformt. Dies ist ein bekannter Slogan beim Football in den USA und Football Coaches sind stolz darauf...: "We form not only better
athletes, we form better human beings" hört man oft! Denn beim Football sind Tugenden wie Willenskraft, Durchhaltevermögen, körperliche
und mentale Härte, Gesellschaftssinn, Teamgeist und Teamliebe notwendig! Somit ist militärische Disziplin unerlässlich. Daher muss Football
auch weit mehr als nur ein Sport sein.

Football ist sehr taktisch geprägt,  manche nennen es auch  „Schach auf dem Rasen“  (mit sportlichem Character). Andere vergleichen
Football mit Militär und Kriegsführung. Denn beim Football geht es seit Beginn eigentlich nicht um Profis und Profit (das kahm etwa 100 Jahre
später), beim Football geht es immer schon - aufgrund  seiner Gegebenheiten - darum, junge Menschen auf sportliche Weise zu
wohlerzogenen,jungen Männern zu formen. Und auch der Sport Football an sich hat ja viele militärische Eigenschaften, denn das Ziel der
angreifenden Mannschaft ist es, Raumgewinn durch Lauf- Spielzüge  oder  Pass-Spielzüge zu erzielen, während die verteidigende  
Mannschaft versucht, die Eroberung des  "Landgewinns" zu verhindern. Die Coaches sind im Spiel sehr involviert und geben die Strategie
und jeden Spielzug vor, den die Spieler dann ausführen müssen… Und auch wenn der Sport körperlich und mental hart ist: Mit brutalem
Durcheinander hat Football nicht viel zu tuen. Ganz im Gegenteil: Mit viel Disziplin, Prezision und Taktik müssen die von den Coaches
vorgegebenen Spielzüge ausgeführt werden. Da der Sport nicht nur viele Fähigkeiten, Zusammenspiel und Diziplin fordert sondern
gleichzeitig auch noch mental und körperlich hart ist muss entsprechend konzentriert und hart trainiert werden! Footballtraining bedeutet
somit hohe Energie! Dies funktioniert natürlich nicht durch flüstern! Und Befehle müssen laut und deutlich kommuniziert werden! Spieler
müssen auch wissen, dass Fehlverhalten Konsequenzen haben, sonst funktioniert der Sport nunmal nicht, besonders bei pubertierenden
Jungs! Und wer sich einfach mal High School Football Trainingseinheiten ansieht der wird schnell merken dass es dort überall gleich abläuft
und einem Militär-Bootcamp ähnelt! Die besten High School Teams der USA werden mit diktatorischer Hand geführt! Und dafür gibt es ja wohl
gute Gründe und es kommt nicht von ungefär…"Meine Eltern haben keine Regeln für mich aufgestellt, denn mein Coach hat bereits alle
Regeln für mich aufgestellt" hört man oft von High School Spielern!  Somit wird beim Football dem Head Coach die entsprechende Autorität
gegeben. damit er das Team nach seinen Regeln und Philosophien führt. Mehr dazu aber gleich...

Es stehen während eines Spiels pro Team jeweils 11 Spieler auf dem Feld, einmal im Angriffsteam (Offense), einmal im Vertreidigungsteam
(Defense). Im Jugendsport kann diese Zahl abweichen, es gibt auch 5er,6er,7er oder 9er Football - die Grundsätze sind aber i.d.R gleich. Das
Spielfeld ist in 10-Yard-Abschnitte unterteilt und die Aufgabe der Offense ist es, in 4 Versuchen diese 10 Yards zu überbrücken. Dies wird
durch Laufspielzüge oder Passspielzüge versucht. Wird dies geschafft, erhält das Angriffsteam weitere 4 Versuche um weitere 10 Yards zu
überbrücken. Die gegnerische Defense steht den Versuchen aber entgegen und versucht, den Raumgewinn zu verhinden. Dies geht dann
immer so weiter, bis die Offense das Ende des Feldes - die gegnerische Endzone - erreicht hat. Dann gibt es Punkte.Schafft die Offense
allerdings keine 10 Yards Raumgewinn in 4 Versuchen, dann geht das Angriffsrecht auf das gegnerische Team über. Dieses nimmt dann die
Defense vom Feld und bringt die eigene Offense auf das Feld. Je eher man die Offense stoppt, desto besser, denn desto kürzer ist der Weg
in des Gegners Endzone. Nach erreichten Punkten wechaelkt das Angriffsrecht automatisch. Ein Footballfeld ist 100 yards lang (zuzügliich der
beiden Endzonen). Coaches üssen innerhalb kürzerster Zeit Entscheidungen treffen. Denn innerhalb von Sekunden müssen die Coaches die
Taktik des Gegners erkennen und ihr Team entsprechend taktisch positionieren. Coaches sind also während eines Spiel hoch involvierend,
sie geben jeden Spielzug vor. Fliegende Wechsel der Spieler sind an der Tagesordnung und unbegrenzt möglich. Beim Football gibt es viele
verschiedene Positionen bei denen verschiedene Körpertypen benötigt werden, denn die Positionen haben sehr unterschiedliche
Anforderungen. So gibt es Spieler, die nie den Ball berühren (wenn alles gut läuft). Manche Spieler blocken  nur und müssen Platz ausfüllen.
Andere müssen blocken und nach vorne "durchbrechen" während wieder andere nur Ballträger sind oder nur den Ball kicken müssen. so gibt
es sehr viele unterschiedliche Körpertypen da die Spieler auf Ihre Ausgaben spezialisiert sind. Wer mehr zu den Regeln wissen will  schaut
einfach mal im  Internet,  denn dort gibt es ja einschlägige Seiten dazu. Denn hier soll es um meine persönlichen Erfahrungen als Coach in
Deutschland gehen. Wobei ich natürlich vorher einiges zum Sport Football und den Grundssätzem erklären muss. Denn in Deutschland ist es
zumeist unbekannt, was Football wirklich bedeutet und ausmacht! Football in Deutschland ist grundsätzlich kein American Football, denn es
fehlen die Grundsätze die Football ausmachen!
Winter Bowl Champion
Da wir im Herbst (manche Ligen enden erst nach der Sommerpause, doch Rasenplätze in Deutschland sind ja meist schon ab Oktober
gesperrt) keine Liga-Spiele mehr hatten, hieß dies eigentlich 7 Monate ohne Spiele! Da man aber in Deutschland das ganze Jahr über
trainiert (ausser Sommerferien, Osterferien und Weihnachtsferien) war die Zeit ohne Spiele einfach zu lang und so setzten wir ein Spiel
am Superbowl-Sonntag im Februar an. Da die eigentliche Pre-Season ja erst im April los geht schafften wir mit diesem "Zwischenspiel"
eine eigene, kleine Saison mit Vorbereitung auf dieses Spiel, dem "Winter Bowl". Dieser war nicht nur ein Freundschaftsspiel,
stattdessen machten wir es zu einem wichtigen Spiel da es am Superbowl-Tag stattfand und der Gewinner einen schönen Pokal erhielt!
Auch war es wichtig, da wir sehr viele neue Spieler ohne Spielerfahrung hatten... Wir gewannen das Spiel 24-8 und landeten somit
einen weiteren Sieg!
Das amerikanische Sportsystem
In den USA gibt es keine Sporvereine wie in Deutschland. Stattdessen findet in den USA der bedeutende Sport in Schulen und Universitäten
statt. Erwachsenen-Football wie in Deutschland gibt es dort grundsätzlich nicht. Wer es nach der Schule nicht in ein Uni-Team oder
Profi-Team oder Semi-Pro.-Team schafft, der wird grundsätzlich nie wieder Football spielen. Somit endet für fast alle die Football-Zeit in der
High School. Und dies hat viele für Football wichtige Vorteile, denn der Sport wurde garnicht dafür gemacht, um viele Jahre als Erwachsener
zu spielen. Stattdessen ging es beim Football seit Beginn darum, auf sportliche Weise Jugendliche zu wohlerzogenen, durchhaltefähigen und
disziplinierten junge Menschen mit Gesellschafts-Sinn zu machen da diese Dinge für Football notwendig sind!

In den USA repräsentieren die High School Football teams nicht nur die Schule sondern den ganzen Ort während College und NFL teams
meist den Staat oder die Region repräsentieren (mehr zur Popularität von  College Football im vergleich zur NFL gibt es gleich).Daher gibt es
auch grundsätzlich keinen "Hobby-Football", denn sowohl High School als auch College (und natürlich) Profi-Football werden professionell
geführt und trainiert (Trainingsbeteiligung ist Pflicht und Coaches sind Profis die dies beruflich machen). Football als Hobby ohne Zwang
wäre ja auch kein Football mehr, denn dann würde das Fundament was Footballl ausmacht fehlen!

In den USA gibt es kein Auf-und Absteigen von Teams, stattdessen steigen Sportler entsprechend ihrer Fähigkeiten auf (und auch ab). Die
besten High School Athleten erhalten ein College-Stipendium um ihren Sport dort auszuüben. Und die besten College-Spieler schaffen is in
die Profi-Ligen. Ich werde gleich etwas mehr ins Detail gehen, doch um dies zu verstehen möchte ich vorab kurz die 3 Haupt-Stationen im
U.S. Football vorstellen - denn dies ist auch wichtig zum Verständnis meiner Coaching-Story!
Kein Auf- und Absteigen von Teams
In den USA gibt es kein Auf-und Absteigen von Teams, stattdessen steigen Sportler entsprechend ihrer Fähigkeiten auf (und auch ab). Die
besten High School Athleten erhalten ein College-Stipendium um ihren Sport dort auszuüben. Und die besten College-Spieler schaffen is in
die Profi-Ligen. In meinen Augen ist dieses System um Längen besser als das deutsche System: Ein Auf- und Absteigen von ganzen
Mannschaften (wie in Deutschland) macht garkeinen Sinn: Ein Profi-Team benötigt eine riesige Organisation im Rücken, man hat
Büroräume, einen Fuhrpark, Angestellte (Admins, Marketing, Wartung usw) und ein grosses Stadion. In der Theorie können in Deutschland
Kreisliga Vereine bis in die Bundesliga aufsteigen und umgedreht! Steigt also nun ein Amateur-Team in die Bundesliga auf, muss diese
grosse Organisation aufgebaut werden. Büros werden gebaut, Angestellte eingestellt, ein grosser Fuhrpark, ein grosses Stadion usw. Nun
stellt man sich vor, ein Bundesliga-Team steigt ab! Und das kommt ja häufig vor! Die Büroräume stehen leer, der Fuhrpark wird verkauft
oder rottet vor sich hin, die Angestellten werden entlassen und das grosse Stadion, was viel Geld kostet, steht leer. Und wenn das Team
dann wieder aufsteigt?!? Und so geht es hin und her! Das macht doch keinen Sinn! Und für die Fans ist es auch nicht schön, man verliert ja
praktisch sein Team (keine TV-Übertragungen mehr, die Stars sind weg, keine Bedeutung mehr usw).Und im Jugendfootall (in Deutschland
gibt es Jugend- Bundesliga bis zur Landesliga) macht es erst recht keinen Sinn. Denn da kommt es oftmals nicht auf sportliches Können an,
sondern auf Glück, ob ein Bundesliga-Team (was ja auch ein "Hobby-Team" ist) in der Nähe ist. Denn welches Kind oder welcher
Jugendliche zieht schon um, um irgedwo Football zu spielen?!? Das gibt es höchstens mal vereinzelt für ein Sportinternat...Aber auch beim
deutschen Erwachsenen-Football macht es wenig Sinn, denn es ist ja keine Profi-Liga..
Vorteile des amerikanischen Sportsystems (im Vergleich zum deutschen System)
Das amerikanische Sportsystem hat sehr viele Vorzüge und schlägt das deutsche Vereinssystem um Längen! Nachstehend nur ein paar der
vielen Gründe, warum dies so ist:
Professionalität und Support lokal und auf allen Levels
In den USA sind die Coaches aller Levels Profis, sie machen es also beruflich - von High School Football ueber College Football bis hin zur
NFL. Somit erhalten alle Spieler auch professionelle Ausbildung und Hilfe! Auch Kleinstadt-Footballspieler erhalten so professionelle
Unterstuetzung und die reale Chance auf eine Sport-Karriere. In Deutschland sieht dies leider ganz anders aus. Da Sport nicht in Schulen
stattfindet sind Coaches generell lediglich ehrenamtlich taetige Freiwillige. So ist es nicht leicht, sich trotza normem Job, Familie und
anderer Hobbies, sich seinem Team hinzugeben! Und die Coaches, die mit HIngabe fuer ein Team arbeiten wollen koennen es oftmals
nicht: Sport in Deutschland wird generell als Hobby angesehen und so geht immer die normale Arbeit vor! Und viele arbeitem im
Schichtdienst, was eine Teilnahme an jedem Training unmoeglichmacht. Andere werden komplett an der Teilnahme behindert, denn
Jugendtraining findet, aufgrund von sehr limitierter Trainingsplatzmoeglichkeiten, ueblicherweise nachmittags statt, wo viele Leute arbeiten
muessen. Wer einen normalen 9-5 Uhr Job hat kann es schon fast vergessen (mehr zum Theme Sportplatzbelegunugung gleich).  Da Sport
nur ein Hobby ist, gibt es auch grundsaetzlich keine Hilfe oder Entgegenkommen der Arbeitgeber, denn fuer diese ist es ja nur ein Hobby
genauso wie beispielsweise das Briefmarkensammeln! Und dies finde ich sehr traurig, denn (Football) Coaches koennen einen
Riesen-Untgerschied im Leben eines jungen Menschen sein - das habe ich ja bereits oben erklaert. Doch leider erkennt man die Rolle von
Sportteams und Coaches in Deutschland nicht. Coaches sind hier keine Coaches sondern einfach Uebungshelfer und Sport ist nur ein
kleines Hobby...

Doch auch Spieler haben aufgrund des deutschen Systems erhebliche Nachteile: Jugendteams müssen aufgrund Platzverfügbarkeiten
meist nachmittags trainieren (meist gilt: Je jünger desto eher) und das kollidiert oft mit der Schulzeit. Mehr und mehr Schulen haben bis in
den Nachmittag Unterricht, dies macht es einigen Kindern und Jugendichen unmöglich, einen Sport zu spielen - und Talente werden
verschwendet bzw nicht entdeckt! Kiinder und Jugendliche werden so der Sportfreude und einer möglichen Sportkarriere beraubt! Und
selbst wenn es zeitlich fürs Training klappen würde, da sind immer noch Hausaufgaben die gemach werden müssen! Daher lassen viele
Eltern ihre Kinder nicht zum Sport...denn es ist ja eh nur ein kleines Hobby!
Trainingsmöglichkeiten
In den USA hat jede Schule eigene Trainingsstaetten fuer die angebotenen Sportarten.  Sportplaetze muessen nicht mit anderen
Vereinen (die es ja nicht gibt) geteilt werden. Das Football-Feld beispielsweise wird waehrend der Football-Saison auch nur vom
Footballteam genutzt und so ist taegliches Training ohne Stoerung anderer Teams moeglich. In Deutschland sieht dies - wieder - komplett
anders aus. Ueblicherweise gehoeren Sportplaetze der Stadt bzw der Gemeinde und gleich mehrere Vereine nutzen den Platz, Von
Fussballclubs, Leichtatletik und ggf Football.  Und all diese Vereine haben ja mehrere Teams, normalerweise mehrere Jugendteams, eiin
bis zwei Erwachsenenteams und vlt auch noch eine Frauenmannschaft. Und da Sport ja nur als Hobby angesehen wird erhaelt jedes
Team ueblicherweise  4 Stunden Trainingszeit pro Woche. Und je nach Platzbelegung steht dann auch nur der halbe oder gar nur 1/4
Platz zur Verfuegung!!!
Grundsätzlich kein richtiger Football in Deutschland möglich
Ich werde hier nicht ins Detail gehen - das kommt später, wenn ich über meine Erfahrungen spreche - doch Sozialgesetze, Vereinsrecht,
die deutsche Sportkultur und Auswahlmannschaften machen richtigen Football i.d.R. in Deutschland unmöglich!